Diagonale
Festival des österreichischen Films
16.–21. März 2021, Graz

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00:48
Spielfilm kurz, AT 2019, Farbe, 11 min., OmeU
Diagonale 2020

Regie, Buch: Julia Philomena Baschiera
Darsteller/innen: Naemi Latzer
Kamera: Lauren Klocker
Schnitt: Frauke Tietjen
Originalton: Thomas Schwab
Musik: Paul Male
Sounddesign: Felix Kirsch
Szenenbild: Anna Sternberg, Rebecca Sternberg
Kostüm: Norma Kiskan, Christina Wehrl
Weitere Credits: Maske: Olivia Donner
Farbkorrektur: Roman Brauch
Licht: Camilla Smolders
Produzent/innen: Lisa Purtscher

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

Nichts geht mehr. Nach einem Terroranschlag in unmittelbarer Nähe müssen die Partygäste im Club ausharren. 00:48 taucht ein in die surreale Gefühlswelt einer jungen Frau, deren panisches Kopfkino sich seinen Weg durch rosa Wattewolken und Nebelschwaden bahnt, um sich schließlich im Exzess aufzulösen.

Der Türsteher bleibt unerbittlich. Eingang und Ausgang des Clubs sind gesperrt. Niemand darf rein oder raus. Es ist 00:48 Uhr, und aufgrund eines Terroranschlags in unmittelbarer Nähe müssen die Partygäste im Keller ausharren. Und schon ist man mittendrin in der Gefühlswelt der zunehmend panischen jungen Frau, die sich kurz zuvor noch unbeschwert auf dem Dancefloor vergnügt hat. Wenn ich drin bin, was ist dann draußen? Oder ist das Draußen längst hereingekrochen? Das surreale Kopfkino bricht sich in Erzählung, Form und Sound Bahn. Eine zunehmend entfesselte Kamera durchmisst die katakombenartigen Gänge, Sinne und Sicht vernebeln sich, während nur noch die Handys der Eingesperrten hell und klar leuchten. Soll die junge Frau sich in die rosa Wattewolke auf der Toilette werfen, um ihre Angst abzukühlen? Irgendwann die Erkenntnis: lieber in den Exzess eintauchen und versinken wie alle anderen.
(Katalogtext, ast)