Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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I don't exist yet
Innovatives Kino kurz, AT/DE/LT/CA 2019, Farbe, 13 min., eOF
Diagonale 2020

Regie, Buch, Schnitt: Susanna Flock
Kamera: Susanna Flock, Leonhard Müllner
Weitere Credits: Blenderanimation, Drohnenpilot: Sander Wickersheim
Produzent/innen: Susanna Flock

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

Ein grünes Objekt in wechselnden Settings. Nicht das computergenerierte Bild, sondern die sonst unsichtbare Konstruktion digitaler Effekte ist Hauptfigur in Susanna Flocks I don’t exist yet: ein im Werden begriffenes Subjekt – larvenhaft, ungerendert, texturlos –, das sich nach einem Körper, Beweglichkeit und Umarmungen sehnt. Do CGIs dream of virtual sheep?

Ein unförmiges grellgrünes Objekt wird von einer Person in ballonartigem Ganzkörperanzug über den Strand getragen, galoppiert – auf den Rücken eines Pferdes gebunden – durch den Wald, steht im Angesicht eines Schauspielers oder tanzt mit einer Drohne. In wabernden Untertiteln erzählt das in verschiedenen Settings etablierte Stand-in eines computeranimierten Charakters von seiner bevorstehenden „Geburt“ und „Menschwerdung“ in einer Welt unbegrenzter Möglichkeiten. Dazwischen Szenen, die mit der unmerklichen Überblendung von Virtualität und Realität spielen. Susanna Flock erhebt nicht das computergenerierte Bild, sondern die sonst unsichtbare Konstruktion digitaler Effekte zur Hauptfigur ihres sonderbar-witzigen Films: ein im Werden begriffenes Subjekt – larvenhaft, ungerendert, texturlos –, das sich nach einem Körper, nach Beweglichkeit und Umarmungen sehnt. Do CGIs dream of virtual sheep?
(Katalogtext, mk)