Diagonale
Festival des österreichischen Films
16.–21. März 2021, Graz

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Die seismische Form
Innovatives Kino kurz, AT 2020, Farbe, 15 min., kein Dialog
Diagonale 2020

Regie, Buch, Kamera, Schnitt: Antoinette Zwirchmayr
Darsteller/innen: Johannes Gerhart, Eryca Green
Musik: Matthias Peyker
Sounddesign: Matthias Peyker
Produzent/innen: Antoinette Zwirchmayr

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

Glitzernder Kies, Lavafontänen, Rillen auf glattem Stein, nackte Haut. In statischen Einstellungen spürt Die seismische Form der Bewegung vermeintlich beständiger Erscheinungen nach: auf den Oberflächen Vesuv’scher Gesteinslandschaft und der Bauten Pompejis. Dazu Jean Baudrillards Essay über das Erdbeben. Ein Film über Film. Über Bewegung in der Zeit.

Nasser, glitzernder Kies, der sich wellenartig hebt und senkt, glühende Lavafontänen, die aus dem Boden emporschießen, eine muskulöse Zunge, die aus schwarzem Sand emporragt, Verwerfungsrillen auf glattem Stein und die nackte Haut ruhender Körper. In statischen Einstellungen spürt Die seismische Form der Bewegung vermeintlich fester Erscheinungen nach: auf den fotogenen Oberflächen der Gesteinslandschaft um den Vesuv und jenen der Bauten Pompejis. Zu stummen Bildern wird in drei Sprachen Jean Baudrillards philosophisches Essay über das Erdbeben von Pompeji gelesen. Menetekel einer bevorstehenden Katastrophe, die ein schöpferisches Moment in sich trägt. Unablässige Vernichtung, Erneuerung, Veränderung: ein Film über Film. Über Bewegung in der Zeit. „Weder die Monumentalität noch die Schönheit sind wesentlich (…), sondern die Intimität der Dinge, die Faszination ihrer Unmittelbarkeit; es ist sozusagen das vollendete Simulakrum unseres eigenen Todes“ (Jean Baudrillard).
(Katalogtext, mk)