Diagonale
Festival des österreichischen Films
16.–21. März 2021, Graz

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Fische
Spielfilm kurz, AT 2020, Farbe, 17 min., OmeU
Diagonale 2020

Regie, Buch: Raphaela Schmid
Darsteller/innen: Julia Franz Richter, Roman Binder, Marlene Hauser, Marie-Christine Crowder, Peter Pertussini, Lucia Campos, Lukas Weiss, Regis Mainka, Felix Kreutzer
Kamera: Simone Hart
Schnitt: Philipp Mayer
Originalton: Jón Geirfinnson, Ken Rischard, Theda Schifferdecker
Sounddesign: Jón Geirfinnson, Luzia Johow
Szenenbild: Andrej Rutar, Lisa Ulrich
Kostüm: Veronika Harb
Produzent/innen: Claudia Joldes
Produktion: Filmakademie Wien

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

Das erste Zusammentreffen zweier Geschwister in einem Chinarestaurant nach dem Tod der Mutter erweist sich als so vertraut wie konfliktreich. Raphaela Schmids tragikomischer Film erzählt, wie es zwischen kitschiger Beleuchtung, Aquarium und Glückskeksen gelingt, in einem besonderen Abschiedsritual Sprachlosigkeit und Schuldgefühle zu überwinden.

Über den Tod eines nahestehenden Familienmitglieds zu sprechen ist nicht einfach. Erst recht nicht wenn die Schwester die Pflege der verstorbenen Mutter übernommen hat und der Bruder aus Angst vor Verantwortung in die Ferne geflohen ist. Das erste Zusammentreffen der Geschwister in einem Chinarestaurant erweist sich als so vertraut wie konfliktreich. Zwischen kitschiger Beleuchtung, Frühlingsrollen und Glückskeksen entwickeln die Gesprächsfetzen der anderen Gäste eine Art Alltagspoesie, und das bunt schimmernde Aquarium mit den munter umherschwimmenden Fischen wirkt wie ein Ort des Friedens. Raphaela Schmid, die 2019 für ENE MENE mit dem Diagonale-Preis für den „Besten Kurzspielfilm“ ausgezeichnet wurde, erzählt in ihrem tragikomischen Film, wie es den Geschwistern mit einem besonderen Abschiedsritual gelingt, Sprachlosigkeit und Schuldgefühle zu überwinden.
(Katalogtext, ast)