Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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Persistent Disturbance
Innovatives Kino kurz, PE/CL/AR/AT 2019, Farbe, 8 min., kein Dialog
Diagonale 2020

Regie: Laurien Bachmann, Sebastian Six
Buch: Laurien Bachmann, Sebastian Six
Darsteller/innen: Sebastian Six
Kamera: Laurien Bachmann
Schnitt: Laurien Bachmann, Sebastian Six
Originalton: Sebastian Six
Sounddesign: Sebastian Six, Christian Ghahremanian
Produzent/innen: Laurien Bachmann

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

Eine Reise als surreal verdichtete Filmperformance und Reflexion des eigenen Unterwegsseins in fremden Ländern: Laurien Bachmann und Sebastian Six drehen während einer Tour durch Südamerika an einer Vielzahl von Orten je eine statische Einstellung eines durch das Bild rennenden Mannes, der insistierend eine Handtröte zum Klingen bringt.

Eine Tour durch die Anden als surreal verdichtete Filmperformance: Laurien Bachmann und Sebastian Six drehen an Orten ihrer dreimonatigen Reise durch Südamerika je eine statische Einstellung eines durch das Bild rennenden Mannes, der insistierend eine Handtröte zum Klingen bringt. Ob am einsamen Fuß eines Berges, in einem Dorf der indigenen Bevölkerung, in der Wüste oder im Park – immer kommt es zu einer massiven Störung der Landschaft und des Lebens. Zeitgleich ziehen der andauernde Lauf und das (fast) ununterbrochene Geräusch der Tröte die verschiedenen Orte wie eine Perlenkette hintereinander auf. Persistent Disturbance ist einerseits eine kleine, aber raumgreifende, formal konsequent und irgendwie auch witzige Performance mit Blick auf die Absurditäten des Kunstbetriebs, kann andererseits aber auch als Kommentar auf das eigene Reisevorhaben wie auch auf das Bildersammeln als kolonialistische Praxis gelesen werden: Wo immer der weiße Mann eine Landschaft durchquert, wird man wissen, dass er da ist.
(Katalogtext, ab)