Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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Das Gegenteil von Ewigkeit
Spielfilm kurz, AT/DE 2020, Farbe, 15 min., OmeU
Diagonale 2020

Regie, Buch: Joshua Jádi
Darsteller/innen: Anna Posch, Sonja Romei, Erni Mangold, Paul Matic
Kamera: Albert Car
Schnitt: Lea Sorgo
Originalton: Marius Ismael Mertens
Musik: Marius Ismael Mertens
Sounddesign: Marius Ismael Mertens
Szenenbild: Veronika Müller-Hauszer, Sophia Profanter, Valerie Hohlfeld
Kostüm: Johanna Pflaum
Produzent/innen: Dominic Spitaler
Produktion: Filmakademie Wien

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

Qualvolles Warten auf das erlösende Ende. Annas Vater liegt im Sterben. Ihre Mutter kommt mit der Situation nicht zurecht, Anna versucht vergeblich, sie zu unterstützen. Joshua Jádi inszeniert die unterschiedlichen Formen des Umgangs mit Schmerz und Trauer – und fängt jenen flüchtigen Moment ein, in dem Realitätsverweigerung und Abschiedsschmerz, Erinnerung und Zukunft zusammenfallen.

Qualvolles Warten auf das erlösende Ende. Im Zimmer, in dem Annas Vater im Sterben liegt, ist es düster. Zu dessen röchelnden letzten Atemzügen mischen sich alltägliche Geräusche wie ein vorüberfliegendes Flugzeug, das Quietschen der Schranktür, Vogelgezwitscher. Annas Mutter kommt mit der Situation nicht zurecht: Sie meidet das Sterbezimmer und putzt lieber das Tafelsilber, statt am Bett ihres Mannes auszuharren. Vergeblich versucht Anna, die Familie ein letztes Mal zu versammeln. Äußerst präzis inszeniert Joshua Jádi die unterschiedlichen Formen des Umgangs mit Schmerz und Trauer. Selten wurde dieser flüchtige Moment, in dem Realitätsverweigerung und Abschiedsschmerz, Erinnerung und Zukunft zusammenfallen, so treffend beschrieben wie in dieser Miniatur über das Warten auf den Tod einer geliebten Person.
(Katalogtext, ast)