Diagonale
Festival des österreichischen Films
16.–21. März 2021, Graz

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Austrian Pavilion
Innovatives Kino kurz, AT 2019, Farbe, 5 min., stumm
Diagonale 2020

Regie: Philipp Fleischmann
Buch: Konzept & Realisation: Philipp Fleischmann
Weitere Credits: Kamerabau: Bert Löschner
Team: Susanne Miggitsch, Magdalena Pfeifer
Produzent/innen: Philipp Fleischmann
Produktion: Salvatore Viviano

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

Kontinuierliches Flackern, Überlagerungen von Wänden, Fensterfronten, Glasdecken und Baumkronen. Interaktionen von Raum und Licht, die vom Filmstreifen nicht nur registriert, sondern an ihm ausgehandelt werden. Eine raum-zeitliche Vermessung, mit der sich der österreichische Experimentalfilm in die Kulturgeschichte des nationalen Pavillons der Biennale einschreibt.

Eine ortsspezifisch konstruierte Kameraskulptur erfasst den österreichischen Pavillon der Biennale in Venedig auf Zelluloid. Es ist die letzte von fünf strukturalistischen Arbeiten, in denen sich Philipp Fleischmann der Ausstellungsdispositive österreichischer Kunstinstitutionen annimmt. Austrian Pavilion beginnt im Blau und endet im Gelb. Dazwischen kontinuierliches Flackern, Überlagerungen von leeren Wänden, Fensterfronten, verglasten Decken und Baumkronen. Wechselbeziehungen von innen und außen, hell und dunkel – von Licht modellierte Architektur und von Architektur geformtes Licht. Es sind Interaktionen und Interventionen, die vom Filmstreifen nicht nur registriert, sondern an ihm ausgehandelt werden. Mit Fleischmanns „Licht-Spiel-Architektur“ – der raum-zeitlichen Vermessung jenes Ortes, aus dem die Filmkunst zumeist ausgesperrt war – hat sich der österreichische Experimentalfilm in die Kulturgeschichte seines nationalen Pavillons eingeschrieben.
(Katalogtext, mk)