Diagonale
Festival des österreichischen Films
16.–21. März 2021, Graz

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A Proposal to project in Scope
Innovatives Kino kurz, AT/LT 2020, Farbe, 8 min., kein Dialog
Diagonale 2020

Regie, Buch, Schnitt, Originalton: Viktoria Schmid
Kamera: Vilius Mačiulskis
Sounddesign: Johannes Schmelzer-Ziringer
Weitere Credits: Tonmischung: Nils Kirchhoff
Screen Sculpture Design: Adnan Balcinovic
Farbkorrektur: Kurt Hennrich
Produzent/innen: Viktoria Schmid

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

Panoramatische Einstellungen von der litauischen Küstenlandschaft. Dann verengt sich der Bildraum, forciert den Blick auf eine Leinwand im Scope-Format, die von Sonnenlicht und den Schatten der Bäume bespielt wird. Eine Projektionsfläche für das Nachdenken über das filmische Dispositiv – die unwiderstehliche Einladung, Film und Kino anders zu sehen.

Den erweiterten Bildraum des Cinemascope-Formats auslotend etabliert Viktoria Schmid die Weite der litauischen Küstenlandschaft in panoramatischen Einstellungen, inszeniert wogendes Meer, Dünenkämme vor blauem Himmel, bewachsene Sandformationen, dichte Nadelwälder in offenen Horizontalen. Dann verengt sich der Bildraum, Blattwerk und Sträucher forcieren den Blick auf eine weiße Leinwand im Scope-Format, die von Sonnenlicht und den Schatten der sie umgebenden Bäume bespielt wird. Unter kontinuierlichem Meeresrauschen, dem Säuseln des Windes und Vogelgesängen bringt A Proposal to project in Scope Natur-, Bild- und Kinoraum zur Verschmelzung. Das lichtreflektierende Objekt, das zugunsten filmischer Illusion normalerweise in der Unsichtbarkeit verschwindet, wird zur Projektionsfläche für eine ästhetische, theoretische und institutionskritische Befragung des filmischen Dispositivs – eine unwiderstehliche Einladung, Film und Kino anders zu sehen.
(Katalogtext, mk)