Diagonale
Festival des österreichischen Films
16.–21. März 2021, Graz

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Spielfilm kurz, AT/DE 2019, Farbe, 18 min., OmeU
Diagonale 2020

Regie, Buch: Martin Monk
Darsteller/innen: Lia Wilfing, Christian Dolezal, Günther Lainer, Renate Baier
Kamera: Johannes Hoss
Schnitt: Felix Kalaivanan
Originalton: Hubert Grissemann, Jón H. Geirfinnsson, Markus Wittershagen
Sounddesign: Julia Willi
Szenenbild: Oksana Melnychuk
Kostüm: Oksana Melnychuk
Weitere Credits: Dramaturgische Beratung: Matthias Writze
Tonmischung: Bernhard Maisch
Farbkorrektur: Nico Hauter
Produzent/innen: Michaela Finis
Produktion: Filmakademie Wien

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

Nach einem Streit mit ihrer Mutter haut die rebellische Sofia von zu Hause ab. Mit dem diffusen Ziel, den leiblichen Vater ausfindig zu machen, will sie nach Italien autostoppen. Der Mittvierziger Michael nimmt sie schließlich mit, aber beide sind einander nicht geheuer. Einmal Favoriten und zurück: Die liebsten Menschen kann man sich nicht immer aussuchen.

Wütend und wild entschlossen stapft die knapp 16-jährige quirlige Sofia (außerordentlich gespielt von Lia Wilfing) über Straßen, über Parkplätze und über Tankstellen durch diesen überaus fein nuancierten Film, der nicht genauer einfangen könnte, was es bedeutet, das Glück zu haben, Geborgenheit zu erfahren. Nach einem Streit mit ihrer Mutter versucht sie aus Trotz, ihren leiblichen Vater ausfindig zu machen und deshalb per Autostop nach Italien zu kommen. Halb mitleidig, halb widerwillig nimmt der grummelige Mittvierziger Michael (hervorragend: Christian Dolezal) sie mit. Zwei völlig konträre Persönlichkeiten an komplett verschiedenen Punkten in ihren Leben, die in ihrer Verlorenheit und emotionalen Verletzlichkeit dennoch sehr verbunden sind. Einmal Favoriten und zurück: Die liebsten Menschen kann man sich nicht immer aussuchen.
(Katalogtext, az)