Diagonale
Festival des österreichischen Films
16.–21. März 2021, Graz

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2268, FRÜHER
Dokumentarfilm kurz, AT/DE 2019, Farbe, 29 min., OmeU
Diagonale 2020

Regie: Gloria Gammer
Kamera: Carolina Steinbrecher, Philip Jestädt
Schnitt: Felicitas Sonvilla
Originalton: Mathias Edelmann, Felix Sturmberger
Sounddesign: Richard Eigner
Produzent/innen: Gloria Gammer, Richard Eigner, Felicitas Sonvilla
Produktion: RAINBOWWARRIOR

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

Mit dem Georgihof im oberösterreichischen Mühlviertel ist es bald vorbei. Wirtin Marianne und ihrem Enkel Hermann ist es nicht gelungen, das Zepter der Inhaberschaft auf friedlichem Wege zu übergeben. „Heut ist das Abschiedsfest“, lässt Gloria Gammer in ihrem kurzen Dokumentarfilm denn auch wissen, der gleichwohl bitter wie gefasst von einem Ende erzählt.

Die Tage des Gasthauses Georgihof sind gezählt. Dort, wo das Gebäude an einer engen, bergauf verlaufenden Kurve steht, werden die Tische zum letzten Mal betanzt: „Heut ist das Abschiedsfest“, lässt eine ruhige Stimme wissen. Gloria Gammer verfasst ihren kurzen Dokumentarfilm als Abschiedsbrief, der auch bittere Passagen enthält. Denn das Ende des Georgihofs im oberösterreichischen Mühlviertel ist auch Zeugnis eines familiären Bruchs, eines Konflikts zwischen Generationen, der nicht beizulegen war: Wirtin Marianne Ragailler und Enkel Hermann Lebschy kapitulieren vor einem Erbe, das nicht nur schwere Holzbänke und Hängelampen meint, sondern auch Grenzüberschreitungen und Autoritätskonflikte. Als „die schlimmste Zeit meines Lebens“ bezeichnet Hermann Lebschy die Situation. Gammer erzählt gefasst.
(Katalogtext, cw)