Diagonale
Festival des österreichischen Films
16.–21. März 2021, Graz

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t t t touch me
Innovatives Kino kurz, AT 2017, Farbe, 3 min., stumm
Diagonale 2020

Regie, Buch, Kamera, Schnitt: Raphael Reichl
Darsteller/innen: Lilith Kraxner, Leonard Prochazka
Produzent/innen: Raphael Reichl

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

Tippen, drücken, streichen, wischen – Fingerbewegungen, die nicht auf dem Touchscreen eines Smartphones vollzogen werden, sondern auf nackter Haut. Auf analogem Film erforscht Raphael Reichl die Transformation von Wahrnehmung und Kommunikation im digitalen Zeitalter – eine haptische Seherfahrung, die den Verlust analoger Qualitäten begreifbar macht.

Tippen, drücken, streichen, wischen – Fingerbewegungen, die nicht auf dem Touchscreen eines Smartphones vollzogen werden, sondern auf der reizempfindlichen Oberfläche des menschlichen Körpers, auf nackter Haut. Sichtbare Reaktionen vermögen diese Berührungen allerdings nicht hervorzurufen – defektes Interface, fehlerhafte Bedienung? Oder sind die Impulse lediglich zu reduziert, um der Komplexität der „Maschine Mensch“ gerecht zu werden? Raphael Reichl erforscht, inwieweit die digitale Durchdringung sämtlicher Lebensbereiche die Transformation von Bedürfnissen, Kommunikation und Wahrnehmung bedingt. Dass Reichl die Gesten des Alltags, die Berührungen, denen jegliche Sinnlichkeit abhandengekommen scheint, auf analogem Film registriert, ist mehr als ein Statement: t t t touch me wird zur haptischen Seherfahrung, die den Verlust analoger Qualitäten im digitalen Zeitalter am Leibe begreifbar macht.
(Katalogtext, mk)