Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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VILLA EMPAIN
Dokumentarfilm kurz, AT/BE/DE/FR 2019, Farbe+SW, 25 min., kein Dialog
Diagonale 2020

Regie, Buch: Katharina Kastner
Darsteller/innen: Tamar Kasparian
Kamera: Ivo Nelis
Schnitt: Olivia Degrez
Sounddesign: Hélène Clerc-Denizot
Produzent/innen: Nicola S. Sangs
Produktion: The Moon Embassy (DE)

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

Die Villa Empain in Brüssel ist ein begehbares Kunstwerk. In Auftrag gegeben von Baron Louis Empain, als dieser gerade 22 Jahre alt war, ist es ein betörender Hybrid aus Art déco und Bauhaus. Zu schön, um ihn zu bewohnen: Empain hat das Gebäude nie bezogen. Katharina Kastner ist fasziniert: von der Kreation, von Empains Super8-Aufnahmen, von einer normannischen Küstenlinie.

Die Villa auf Papier bringen, festhalten. Tamar Kasparian hockt vor riesigen Bögen und paust den Untergrund ab. Feine Strukturen werden sichtbar, ein Stück Villa Empain transportabel. Flüchtige Schönheit, die sich im Brüssler Gebäude des Architekten Michel Polak materialisiert. In Auftrag gegeben wurde es von Baron Louis Empain, als dieser gerade 22 Jahre alt war. Ein ausnehmend ästhetischer Hybrid aus Art déco und Bauhaus, zu schön, um in ihm zu wohnen: Louis Empain hat seine Villa nie bezogen. Kastner durchdringt das begehbare Kunstwerk und stellt ihm Super8-Aufnahmen aus den 1950er-Jahren, gefilmt von Empain höchstpersönlich, zur Seite: spielende Kinder auf einer Wiese, ein Kirchturm in der Schweiz. Und dialogisiert die Villa außerdem mit der Küstenlinie von Étretat in der Normandie.
(Katalogtext, cw)