Diagonale
Festival des österreichischen Films
16.–21. März 2021, Graz

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Linz / Stadtpfarrkirche
Animation, AT 2019, Farbe, 15 min., kein Dialog
Diagonale 2020

Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Originalton, Sounddesign: Edith Stauber
Produzent/innen: Edith Stauber

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

Das Bild als Dokument, das Bild als Inszenierung, das Bild als Animation – diese drei Dimensionen des Kinos gehen in Edith Staubers Linz / Stadtpfarrkirche so ineinander auf, dass die Grenzen zu verschwimmen beginnen: Der Film porträtiert eine Kirche in ihrem alltäglichen Rhythmus und reflektiert über das Bildermachen und wie es unseren Blick auf die Welt verschiebt.

Das Bild als Dokument, das Bild als Inszenierung, das Bild als Animation – diese drei Dimensionen des Kinos gehen in Edith Staubers Linz / Stadtpfarrkirche so ineinander auf, dass die Grenzen zu verschwimmen beginnen: Die gleichnamige Kirche wird im Verlauf eines Tages porträtiert. Einstellungen architektonischer Details treffen auf Abläufe und Begegnungen, die inner- und außerhalb der Kirche vor sich gehen und je eigene Rhythmen zeitigen. Der profane Alltag außen, die heilige Stille innen – bis beides sich begegnet. Das immer leicht verfremdete Bild, die teils animierten Szenen und das sehr real anmutende Sounddesign bringen eine Spannung hervor, die zwischen Naturalismus und Verfremdung nie ganz zur Ruhe kommt und im selben Zug dazu einlädt, genauer hinzusehen. Auch das ist dieser Film: ein Sichtbar- und Reflektierbarmachen, was Bilder unterschiedlicher Ordnung – touristische, poetische, heilige – mit Orten machen, in welchen diese erhalten bleiben und in welchen sie ertrinken.
(Katalogtext, ab)