Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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This makes me want to predict the past
Innovatives Kino kurz, DE/AT 2019, Schwarzweiß, 16 min., eOF
Diagonale 2020

Regie, Buch, Schnitt: Cana Bilir-Meier
Darsteller/innen: Sosuna Yildiz, Aleyna Osmanoğlu, Berfin Ünsal
Kamera: Lichun Tseng
Musik: Nihan Devecioğlu Gustavo Kusnir
Produzent/innen: Cana Bilir-Meier

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

This makes me want to predict the past begleitet zwei junge Frauen auf ihrem Weg durch städtische Transiträume. In direkter Interaktion mit der Kamera offenbaren sich Sehnsüchte und Ängste, während das Voice-over an tradierten Strukturen rüttelt. München 1982, 2016 und 2019: Die verbindende Konstante zwischen den Generationen ist die Erfahrung von Rassismus.

This makes me want to predict the past begleitet zwei junge Frauen auf ihrem Weg durch städtische Transiträume. An der Unterführung, vor der U-Bahn-Station und auf der Rolltreppe des Münchner Olympia-Einkaufszentrums posieren sie für die Kamera, die wie eine dritte Verbündete involviert scheint und aus vertrauter Nähe Sehnsüchte und Ängste der jungen Frauen erspürt. Als Voice-over die poetisierte Aneinanderreihung paradoxer Wunschvorstellungen, die durch ausgestellte Absurdität an tradierten Realitätsbildern rütteln und auf die Umkehrung von Strukturen, Perspektiven und Machtverhältnissen zielen. Auch auf der Bildebene versteht das grobkörnige Schwarz-Weiß-Porträt die Denkgewohnheiten des Publikums durch inszenierte Klischees zu provozieren. Wie der Titel des Films bereits andeutet, schlägt Cana Bilir-Meier die Schneise von heute in die Vergangenheit: München 1982, 2016 und 2019 – die verbindende Konstante zwischen den Generationen ist die Erfahrung von Rassismus.
(Katalogtext, mk)