Diagonale
Festival des österreichischen Films
5.–10. April 2022, Graz

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Untitled Brazil Project
Spielfilm kurz, AT/BR 2012, Farbe, 12 min., OmeU
Diagonale 2013

Regie, Buch, Schnitt: Christoph Rainer
Darsteller*innen: Carlos Veiga, Mineirinho do Riacho
Kamera: Javier Loarte, Johnny Ma, Thiago da Costa, Stian Hafstad
Produzent*innen: Christoph Rainer

 

Ein Film im Film: Ein junger Mann will gegen den Willen seiner Familie Filmemacher werden. Während er für einen Film in Rio einige Schauspieler für die Figur seines Vaters castet, bricht er mit seinem realen Vater am Telefon. Als die Filmcrew auch noch ausgeraubt wird, droht alles aus dem Ruder zu laufen.

Katalogtext Diagonale 2013:

„Kannst du nicht einfach nach Hause kommen und was Ernsthaftes machen?“, fragt der Vater am Telefon. Sein Sohn sitzt im Flugzeug nach Rio de Janeiro, wo er ein Herzensprojekt verwirklichen will:„Es wird ein wahrhaftiger Film werden“, schwärmt Christoph, „ein Film über dich ... und über mich ... über alles.“ Doch es kommt anders. Ein unerwarteter Zwischenfall beim Dreh zwingt den Filmemacher seine ambitionierten Pläne über Bord zu werfen und das Projekt in eine neue, ungleich experimentellere Richtung zu lenken ... Als eine Art Metaregisseur – ausführend und darstellend zugleich – realisiert Christoph Rainer eine surreal angehauchte, dokumentarisch-fiktionale Vater-Sohn-Geschichte, die mehr und mehr zu einem grandios selbstreferenziellen Film über einen Film avanciert. Wo darin die Realperson Christoph Rainer aufhört und die Kunstperson Christoph anfängt, bleibt bis zuletzt konsequent ungelöst. Der formal verspielten Logik treu endet das Untitled Brazil Project in der ultimativen Verquickung von Realität und Fiktion: Muss es und tut es! (red)