Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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A Hidden Life
Spielfilm, DE/US 2019, Farbe+SW, 173 min., OmdU
Diagonale 2020

Regie: Terrence Malick
Buch: Terrence Malick
Darsteller/innen: August Diehl, Valerie Pachner, Maria Simon, Tobias Moretti, Bruno Ganz, Matthias Schoenaerts, Karin Neuhäuser, Ulrich Matthes, Karl Markovics u. a.
Kamera: Jörg Widmer
Schnitt: Rehman Nizar Ali Joe Gleason Sebastian Jones
Originalton: Edouard William Franck, Henning Backhaus, Albert Car
Musik: James Newton Howard
Sounddesign: Jon Null
Kostüm: Lisy Christl
Produzent/innen: Grant Hill, Dario Bergesio, Josh Jeter, Elisabeth Bentley
Produktion: Elizabeth Bay Productions (US)
Koproduktion: Studio Babelsberg (DE)

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

A Hidden Life erzählt die Geschichte des österreichischen Bauern Franz Jägerstätter, der aus Gewissensgründen den Kriegsdienst verweigerte und dafür 1943 von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde. Terrence Malick gelingt eine bewegende Ode an den heimischen Widerstandshelden, die mit August Diehl und Valerie Pachner in den Hauptrollen exzellent besetzt wurde. A Hidden Life ist ein allegorisches Widerstandsdrama über Mut und den Kampf gegen ein menschenverachtendes, totalitäres Regime.

A Hidden Life erzählt die Geschichte des österreichischen Bauern Franz Jägerstätter, der sich standhaft weigert, für die Wehrmacht in den Krieg zu ziehen. Selbst im Angesicht der drohenden Hinrichtung – und in vollem Bewusstsein der Konsequenzen für seine Familie – bleibt er bis zuletzt davon überzeugt, seinem Gewissen folgen zu müssen. Getragen wird er von seinem tiefen Glauben sowie von der unerschütterlichen Liebe zu seiner Frau Fani (Valerie Pachner) und den drei gemeinsamen Kindern.
Terrence Malicks Film basiert auf der wahren Geschichte Jägerstätters, die der US-amerikanische Soziologe Gordon C. Zahn in einer Biografie festgehalten hat. Malick, der seine Filme (The New World, The Tree of Life, Knight of Cups) bisher fast ausschließlich in den USA realisiert hat, besetzte einen großen Teil der Rollen mit hochkarätigen österreichischen Schauspieler/innen wie Karl Markovics, Tobias Moretti, Sophie Rois und Johannes Krisch und produzierte sein fast dreistündiges Epos im Heimatort Jägerstätters, dem idyllischen St. Radegund. Dieser Ort hätte von den Schrecken des Krieges nicht weiter abgelegen sein können, und trotzdem sind die Auswirkungen in den Blicken und Reaktionen der Menschen zu spüren. Jägerstätter verkörpert einen Märtyrer, der sich weder mit großen Gesten noch mit Worten verteidigt. A Hidden Life ist ein allegorisches Widerstandsdrama über Mut und den Kampf gegen ein menschenverachtendes, totalitäres Regime.
(Katalogtext, ast)

A Hidden Life ist nicht die angekündigte Rückkehr Malicks zu konventionellerem Erzählen. Und doch wirkt der Film stärker gefestigt, entschiedener als seine letzten Arbeiten. Das Sujet des grundsätzlichen Mannes, der nicht nur den Nazis, sondern auch dem Opportunismus widersteht, harmoniert mit Malicks fragendem Blick auf die Welt, ihren Prüfungen. Jägerstätter ist bei ihm kein Held, der für eine höhere Sache kämpft. Außer vielleicht für die eine: den freien Willen. Mit August Diehl und Valerie Pachner als sich bedingungslos liebendes Ehepaar ist der Film bravourös besetzt.
(Dominik Kamalzadeh, Der Standard)

A Hidden Life is indisputably the finest work Malick has produced in eight years, as an examination of faith, conviction and sacrifice, but also as proof of concept for his own idiosyncratic style. It marks an exhilarating return to form but also, more crucially, content.
(Ann Hornaday, The Washington Post)