Diagonale
Festival des österreichischen Films
8.–13. Juni 2021, Graz

Talks & Diskussionen

Der Austausch zwischen Filmschaffenden, Expert*innen und Publikum nimmt bei der Diagonale einen zentralen Platz ein. In unterschiedlichen Gesprächsformaten werden aktuelle kultur- und gesellschaftspolitische Fragen diskutiert, neue Projekte präsentiert und außergewöhnliche Künstler*innen vorgestellt.

 

Jessica Hausner © Lukas Allmaier/Filmakademie Wien

Aus der Werkstatt: Jessica Hausner

Buchpräsentation
Fr 11. Juni, 13.30 Uhr, Schubertkino 1, im Rahmen des Screenings von Lovely Rita und Flora, Tickets ab 2. Juni hier

Der zweite Band der Filmakademie-Buchreihe „Aus der Werkstatt“ stellt mit Jessica Hausner eine der wichtigsten Stimmen des gegenwärtigen europäischen Kinos in den Fokus. Präsentiert von den Herausgeber*innen Kerstin Parth, Laura Ettel und Nicolas Pindeus.

 

Barbara Albert © Nick Albert/NGF

Barbara Albert und David Dietl über die Sky-Serie Paradiso

Work-in-progress
Fr 11. Juni, 18 Uhr, Hotel Wiesler, Salon Frühling, Eintritt frei, Zählkarten erforderlich

Barbara Albert und Koregisseur David Dietl geben erste Einblicke in die achtteilige Dramaserie nach dem Roman „Paradiso“ von Thomas Pletzinger. Im historischen Special „Sehnsucht 20/21 – Eine kleine Stadterzählung“ ist Albert außerdem mit ihren wegweisenden Spielfilmen Sonnenflecken und Nordrand vertreten. Im Anschluss an den Talk hostet sie zudem eine Listening Session, mehr hier.
–– Mit Unterstützung von Sky Österreich

 

THE BUBBLE © Catpics/Golden Girls Film

We know we’re in a bubble. But it’s a nice bubble. Die Stadt von morgen?

Panel mit Expert*innen
Sa 12. Juni, 13 Uhr, KIZ RoyalKino 1, im Rahmen des Screenings von THE BUBBLE, Tickets ab 2. Juni hier

Wo leben die Alten von heute, wo lebt die Jugend in fünfzig Jahren? Wie sieht sie aus, die Stadt der Zukunft? Ort des würdevollen Lebensabends oder Gated Community? Die „Villages“ in Zentralflorida sind das am schnellsten wachsende Stadtgebiet der USA. 150.000 Menschen residieren hier, allesamt sind sie Pensionist*innen. Mit der vor Ort gelebten Freiheit und teils hedonistischen Ausgelassenheit gehen städteplanerische und gesellschaftliche Ambivalenzen einher. Ignoranz, Verdrängung von Alltagsinfrastruktur und alteingesessenen Einwohner* innen, teils politische Einflussnahme. Regisseurin Valerie Blankenbyl hat dem städteplanerischen Mammutprojekt in ihrem Dokumentarfilm THE BUBBLE nachgespürt. Im Anschluss an das Screening diskutiert die Regisseurin mit Claudia Nutz (Raum- und Stadtplanerin, Beratung Eigentümerboard Reininghaus Gründe) und Vera Gallistl (Soziologin und Altersforscherin an der Universität Wien und der Karl Landsteiner Universität), moderiert von Lisa Mayr (Chefredakteurin im Content Center der Arbeiterkammer).
–– In Kooperation mit dem Stadtentwicklungsgebiet Reininghaus Gründe, Hauptsponsoring „Wir bauen eine neue Stadt“

 

Fuchs im Bau © Golden Girls Film

Let’s talk about scripts! Diagonale Spezial mit Arman T. Riahi

Werkstattgespräch
Sa 12. Juni, 14 Uhr, Hotel Wiesler, Salon Frühling, Eintritt frei, Zählkarten erforderlich

Mit dem von Wolfgang Riebnigers Erfahrungen als Sonderpädagoge in der Justizanstalt Wien-Josefstadt inspirierten Spielfilm legt Regisseur und Drehbuchautor Arman T. Riahi (Die Migrantigen) eine gänzlich neue Tonalität an den Tag: Fuchs im Bau ist ein Film, der die Schwächen der Haft- und Arbeitsbedingungen im Strafvollzug offenlegt und dabei auf klassische Schwarz-Weiß-Schemata verzichtet, ein empathischer Film über Courage, Coming-of-Age und die Kraft von Bildung unter erschwerten Bedingungen. Ein Gespräch über Stoffentwicklung, Drehbuch und Dramaturgie. Moderiert von Mirjam Unger.
–– In Kooperation mit dem drehbuchFORUM Wien

 

© Diagonale/Miriam Raneburger

The Earth Dies Streaming? – Theater und Kino im digitalen Lockdown

Panel
Sa 12. Juni, 17 Uhr, Hotel Wiesler, Salon Frühling, Eintritt frei, Zählkarten erforderlich

Nach einem Jahr, in dem die Künste zunehmend in den digitalen Raum ausweichen mussten, finden die Diagonale und das DRAMA|TIK|ER|INNEN|FESTIVAL just zur gleichen Zeit statt. Anlass für eine gemeinsame Diskussion zu Theater und Kino im Lockdown. Haben Verfügbarkeitseuphorie, Streaming und Sendebewusstsein die Vorzüge von Theater und Kino voreilig kassiert? Welche neuen Formen sind entstanden? Und wie haben sich Fragen von Inter- und Transmedialität jüngst aktualisiert? Mit Jan-Christoph Gockel (Theater- und Filmregisseur), Pierre- Emmanuel Finzi (Kinobetreiber und Verleiher) und Nele Stuhler (Theatermacherin und Autorin), moderiert von Kira Kirsch (Künstlerische Leitung und Geschäftsführung brut Wien).
–– In Kooperation mit dem DRAMA|TIK|ER|INNEN|FESTIVAL Graz

Zu den Streams des DRAMA|TIK|ER|INNEN|FESTIVAL Graz zwischen 8. und 13. Juni hier.

 

REMINISZENZEN AUS DEUTSCHLAND © Jonas Mekas/Courtesy Of ReVoir

Auf der Flucht – Be on the Run

Podiumsdiskussion
Fr 11. Juni, 16 Uhr, KULTUM, Anmeldung unter kultum.at/film

Aus einer (film-)historischen Perspektive heraus wagt sich die Diskussion an eine Debatte um Migration, Heimat und Nationalstaat. Dem Diagonale-Special „Displaced Persons“ vorgreifend widmet sie sich den Lebensrealitäten und dem Schaffen ebendieser Heimatlosen anhand von Filmen mit Fokus auf den 1940er- und -50er-Jahren. Was weiß das Kino – mit Blick auf die Zukunft –, was wir noch nicht wissen: vom Verlorengehen, von Demütigungen und ambivalenten Realitäten? Mit Brigitte Mayr und Michael Omasta (SYNEMA), Florian Traussnig (Historiker) und Markus Leniger (Vorsitzender Katholische Filmkommission für Deutschland). Moderiert von Natalie Resch (Kuratorin Film im KULTUM).
–– In Kooperation mit KULTUM. Zentrum für Gegenwart, Kunst und Religion in Graz / Diözese Graz-Seckau

 

Little Joe © coop99

Drehli Robnik: „Im Kino sind wir durcheinander: Spielfilm als Pandemie-Politik-Panorama“

Vortrag mit Clips
Sa 12. Juni, 13 Uhr, Schubertkino 2, Eintritt frei, Platzkarten ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn im Kino

Pan-demie ist, wenn Demos – „Staatsvolk“ – ganz grundlegend betroffen ist: von Erregern und von Eindämmungspolitik. Ist der Demos im Lockdown, rufen die kleinen Screens zu Homeoffice und -schooling, so trifft Pandemisches auf Panmediales. Kino ist etwas anderes/ woanders. Wir sind darin nicht zu Hause. Es ist ein Ort der Einsicht in unsere Zerstreuung und unseren Streit. Jeder Film hat die Chance, dies zu einer vernünftigen Wahrheit zu machen. Wie Kracauer sagte: „Einige tun es tatsächlich“, zum Beispiel Jessica Hausners Little Joe im Gegensatz zu Contagion. Vortrag von Drehli Robnik mit Auszügen aus seinem Buch „Ansteckkino“.

 

Give Me Liberty © GIVE ME LIBERTY/MFG PRODUCTION

 

Kirill Mikhanovsky und Alice Austen zu Give Me Liberty

Onlinewerkstattgespräch
Anknüpfend an die exklusive Österreichpremiere im KINO VOD CLUB abrufbar

Mit Give Me Liberty ist Kirill Mikhanovsky (Drehbuchautor und Regisseur) und Alice Austen (Drehbuchautorin und Produzentin) eine der wohl berührendsten US-amerikanischen Produktionen der letzten Jahre gelungen. „It’s moving and sincere, suffused with tenderness and marked by a quiet that suggests that each has found a safe harbor in the other. That may sound corny, it’s not – it’s irresistible“, so die „New York Times“ über die Independent-Produktion, die beim Sundance Film Festival 2019 uraufgeführt wurde. Anknüpfend an die exklusive Österreichpremiere der Independentproduktion ist ein virtuelles Werkstattgespräch der beiden Filmschaffenden mit Alexander Horwath und Marius Hrdy im KINO VOD CLUB abrufbar.
–– Mit Unterstützung der Embassy of the United States of America