Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

Diagonale-Preis Kurzdokumentarfilm

der Diözese Graz-Seckau

 

Bester Kurzdokumentarfilm:
Kristina Schranz für SPIELFELD

 

€ 4.000, gestiftet von der Diözese Graz-Seckau

SPIELFELD, Still: Caroline Spreitzenbart/Hochschule für Fernsehen und Film München

SPIELFELD, Still: Caroline Spreitzenbart/Hochschule für Fernsehen und Film München

Die Begründung der Jury:
„Ein sommerabendliches Fußballspiel von zwei Freundinnen auf Zeit. Gelangweilte Soldaten, die mit herumliegenden Grenzzaunfragmenten Fitnessübungen ausführen. Vereinzelt sitzen Einheimische in leeren Geschäftslokalen, die Tourist/innen sind noch nicht wieder zurückgekommen. Dass die Geflüchteten zum Druckabbau in Schlangenlinien standen, haben sich die Grenzpolizist/innen bei den Crowdmanagementsystemen, wie sie bei Events verwendet werden, abgesehen. Bei der Geschwindigkeit, mit der sie aufgenommen werden, dauert es nur noch 114 Jahre, bis sie alle einen Wohnort bekommen. Die Medien sind längst weg, zurück bleibt ein ‚totes Dorf’, wie es eine seiner Bewohnerinnen nennt. Mit einer starken filmischen Haltung, gekonnt unaufgeregt und pointiert lässt uns die Regisseurin in unterschiedliche Richtungen blicken. Der Transitort für Hunderttausende wird anhand jener Menschen porträtiert, die bleiben.“

 

Das Preisgeld erhält der/die Regisseur/in des Films. In die Auswahl für den Preis Kurzdokumentarfilm kommen alle österreichischen Kurzdokumentarfilme* der Diagonale’17 mit einer Länge bis zu 65 Minuten.

Jury Kurzdokumentarfilm:
Markus Holzmannhofer (Filmkritiker der Grazer SIGNIS/Interfilm-Gruppe, AT), Manfred Koch (Leiter der Medienzentrale Bamberg/Fotograf, DE), Clara Trischler (Regisseurin, Bester Dokumentarfilm Diagonale’16, AT)