Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

 

Diagonale-Preis Bildgestaltung

des Verbandes Österreichischer Kameraleute AAC

Das Preisgeld erhält der Kameramann/die Kamerafrau des jeweiligen Films. In die Auswahl für die beste Bildgestaltung kommen alle abendfüllenden österreichischen Spiel- und Dokumentarfilme der Diagonale’17.

 

Beste Bildgestaltung Spielfilm:
Wolfgang Thaler und Sebastian Thaler für Ugly

 

€ 3.000, gestiftet von der VdFS — Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden

Ugly, Still: Novotny & Novotny

Ugly, Still: Novotny & Novotny

Begründung der Jury:
„In einem fragmentarischen Film mit wenigen Dialogen, in dem vieles nicht ausgesprochen wird, übernimmt die Bildsprache einen wichtigen Teil der Erzählung. In Ugly wird dem Publikum sowohl in weiten Tableaus als auch in intensiven Großaufnahmen viel Raum gelassen. Durch die Symbiose von spontanen und unverkitschten, gleichzeitig aber auch hochgradig komponierten Bildern entwickelt der Film einen regelrechten Sog, dem man sich schwer entziehen kann. Durch die Vielfalt der Sujets, Lichtstimmungen und Kompositionen und die immer wieder überraschenden neuen Blickwinkel ist der Film trotz seiner ruhigen Erzählweise immer in Bewegung.“

 

Jury Spielfilm: Julia Drack (Editorin, AT), Michael Loebenstein (designierter Direktor Österreichisches Filmmuseum, Kurator, AT), Holger Stern (Commissioning Editor, Produzent ZDF/ARTE, DE)

 

 

Beste Bildgestaltung Dokumentarfilm:
Attila Boa für UNTITLED

 

€ 3.000, gestiftet von der VdFS — Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden

UNTITLED, Still: Filmladen/Lunafilm

UNTITLED, Still: Filmladen/Lunafilm

Begründung der Jury:
„Eine Kamera, die nahe dran bleibt und die Menschen nie verliert, egal wie schnell sie mit ihren Tieren davongaloppieren. Eine Kamera, die das pure Leben einfängt und dann doch ein Requiem geworden ist. Ein dunkler Tanz in der Nacht auf der Straße, ein heller Vogelschwarm, ein müder Hund, der gestreichelt wird. Immer auf Augenhöhe. Eine Kamera, die das Unerwartete einfängt und uns Bilder zurückgibt, die mit physischer Wucht aus dem Kinosessel heben. Die Kamera ist gleichzeitig nahe dran und stets mittendrin, sie klebt sich an die Menschheit und rast mit ihr mit, um dazwischen dann zur Ruhe zu kommen, in den elegischen Bildern dieser Welt, irgendwo, wo man auch nie hinkommen wird.”

 

Jury Dokumentarfilm: Gudula Meinzolt (Leitung DOCM Visions du Réel, Produzentin, CH/DE), Anja Salomonowitz (Filmemacherin, AT), Bernd Schoch (Filmemacher, Kurator Dokumentarfilmwoche Hamburg, DE)