Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

Großer Diagonale-Preis des Landes Steiermark

Bester österreichischer Spielfilm:
Lukas Valenta Rinner für Die Liebhaberin

 

€ 15.000, gestiftet vom Land Steiermark/Kultur

sowie ein Gutschein über
€ 4.000, gestiftet von The Grand Post – Audio & Picture Post Production

sowie ein Gutschein über
€ 2.000, gestiftet von Mischief Films – Filmdatensicherung

Die Liebhaberin, Still: Nabis Filmgroup

Die Liebhaberin, Still: Nabis Filmgroup

Die Begründung der Jury:
„Sich auf eine Reise zu begeben, bei der man nicht gleich weiß, wohin sie führt, stand für uns seit dem Eröffnungsfilm UNTITLED über dieser Woche voller filmischer Begegnungen. So tritt auch die Hauptfigur des Films, den wir auszeichnen, eine Reise auf unbekanntes Terrain an. Nahezu ohne Dialog, in langen, präzise komponierten Einstellungen erschließen sich der Protagonistin – und mit ihr dem Publikum – zwei durch einen Elektrozaun getrennte Welten: eine vorstädtische ‚gated community’ für Reiche und die vermeintliche Idylle einer benachbarten Nudistenkolonie. Die Liebhaberin von Lukas Valenta Rinner ist sowohl Gesellschaftsparabel als auch schwarze Komödie. Basierend auf genauer Beobachtung gesellschaftlicher Mechanismen im heutigen Argentinien erzählt der Regisseur von der Kollision unvereinbarer Lebensmodelle und der allmählichen Selbstbefreiung seiner Protagonistin. Die Liebhaberin ist ein im besten Sinne eigenwilliger Film, der uns mit seiner Mischung aus formaler Strenge und Humor beeindruckte und es nicht scheut, den geschilderten Konflikt auf surreale Spitzen zu treiben.“

 

Jury Spielfilm: Julia Drack (Editorin, AT), Michael Loebenstein (designierter Direktor Österreichisches Filmmuseum, Kurator, AT), Holger Stern (Commissioning Editor, Produzent ZDF/ARTE, DE)

 

Das Preisgeld erhält der/die Regisseur/in des Films, den Gutschein die Produktionsfirma des Films. In die Auswahl für den Großen Diagonale-Preis/Spielfilm kommen alle österreichischen Kinospielfilme*, die im Programm der Diagonale’17 präsentiert werden.

* Als österr. Film gilt gemäß den Statuten der Diagonale ein Film, dessen Regisseur/in österreichische/r Staatsbürger/in ist bzw. in Österreich lebt und/oder der von einer österreichischen Produktionsfirma (bei Koproduktionen: Mehrheitsanteil österr. Finanzierung) produziert wurde. Vom Wettbewerb ausgenommen sind nur mit österr. Minderheitsbeteiligung hergestellte Filme von Regisseur/innen, die nicht in Österreich leben bzw. die nicht die österr. Staatsbürgerschaft innehaben, sowie Fernsehproduktionen, die nicht auf eine Kinoauswertung abzielen.