Diagonale
Festival des österreichischen Films
19.–24. März 2019, Graz

FilmprogrammRegisseur/innen | Spielplan


Freitag, 22.03.
23:00 Uhr, Schubertkino 1

In 3 Tagen bist du tot

Spielfilm, AT 2006, 97 min, OmeU

„In 3 Tagen bist du tot“ – die Maturantin Nina Wagner (Sabrina Reiter) und ihre Clique halten diese SMS vorerst für einen schlechten Scherz. Doch dann wird Ninas Freund Martin grausam im See ertränkt. Kurz darauf schlägt der Killer erneut zu. Die Mitglieder der Clique sind panisch. Sie alle stehen auf der Todesliste des Mörders. Und die Zeit drängt … Ein Psychothriller mit erfolgreicher Emanzipationsgeschichte ohne ideologischen Anspruch, dafür bloody wirkungsvoll.

Das große Narrativ erfolgreicher Emanzipation findet man im Genrekino. Mussten sich Scream- Queens früher von Männern retten lassen, haben sie spätestens seit Jamie Lee Curtis das Messer selbst in die Hand genommen: Irgendwann erkennt das präsumtive weibliche Opfer, dass es nicht Opfer sein muss, wird die Gejagte zur Jägerin und bringt das Böse zur Strecke. Eine erfolgreiche Emanzipationsgeschichte ohne ideologischen Anspruch, dafür bloody wirkungsvoll. Auch in Österreich: In 3 Tagen bist du tot.
(Stefan Ruzowitzky)

„In 3 Tagen bist du tot“ – die Maturantin Nina Wagner (Sabrina Reiter) und ihre Clique halten diese SMS vorerst für einen schlechten Scherz. Doch dann wird Ninas Freund Martin grausam im See ertränkt. Kurz darauf schlägt der Killer erneut bestialisch zu. Im Ort herrscht Entsetzen. Die Mitglieder der Clique sind panisch. Sie alle stehen auf der Todesliste des Mörders. Aber warum? Nina ist die Einzige, die eine mysteriöse Spur zur Identität des brutalen Unbekannten entdeckt. Niemand will ihr glauben. Doch die Zeit drängt …
(Produktionsnotiz)

Der österreichische Regisseur Andreas Prochaska hat mit seiner zweiten Kinoarbeit ebenso vertrautes wie unbekanntes Terrain betreten: Vertraut, weil derlei Genre-Erzählungen vor allem im US-Mainstream- Kino zum Standardrepertoire gehören. Unbekannt, weil sich das heimische Kino genretechnisch bisher vor allem auf Komödien beschränkte – ein Teenie- Slasher made in Austria, das sorgt selbst international für Aufsehen.
(Isabella Reicher, Der Standard)

It did not take Sabrina Reiter much more than it takes to die in her first movie – the horror film Dead in 3 Days (In 3 Tagen bist du tot) by Andreas Prochaska – to start her career as an actress. A young aspiring dental technician, she suddenly became the award-winning heroine of one of the best Austrian hits of 2006.
(Bénédicte Prot, cineuropa.org)

The one character of stature who does live to tell the tale is in fact the Final Girl. She is introduced at the beginning and is the only character to be developed in any psychological detail. We understand immediately from the attention paid to it that hers is the main story line. (…) the Final Girl looks for the killer, even tracking him to his forest hut or his underground labyrinth, and than at him, therewith bringing him, often for the first time, into our vision as well. When, in the final scene, she stops screaming, faces the killer, and reaches for the knife (…), she addresses the monster on his own terms.
(Carol J. Clover, „Her Body, Himself“, in: Ken Gelder (Hg.): The Horror Reader, New York/London 2000.)  

Regie: Andreas Prochaska
Buch: Thomas Baum, Andreas Prochaska
Darsteller/innen: Sabrina Reiter, Laurence Rupp, Nadja Vogel, Julia Rosa Stöckl, Michael Steinocher
Kamera: David Slama
Schnitt: Karin Hartusch
Musik: Matthias Weber
Szenenbild: Katrin Huber
Kostüm: Max Wohlkönig
Produzent/innen: Helmut Grasser
Produktion: Allegro Film