Diagonale
Festival des österreichischen Films
19.–24. März 2019, Graz

FilmprogrammRegisseur/innen | Spielplan


Donnerstag, 21.03.
11:00 Uhr, Schubertkino 1
Samstag, 23.03.
18:00 Uhr, Schubertkino 2

ORE

Innovatives Kino kurz, AT 2018, 6 min, ohne Dialog
Sammelprogramm: Innovatives Kino Programm 3

Abstraktes Gemälde oder erdige Landschaft? Makro- oder Mikrokosmos? Kunst oder Natur? Erst allmählich erschließt sich die scheinbare Kamerafahrt über braun-weiße Flächen als Flug über eine vom Bergbau gezeichnete Topografie. Eine animierte Collage als Analogie zur montanistischen Methode: die Verwandlung des Naturraums durch den Menschen und technische Hilfsmittel.

Eine stetig fließende, von metallischen Schlägen begleitete scheinbare Kamerafahrt über braunweiße Farbflächen, die Fragen aufwirft, weil man nicht sofort versteht, was das Auge sieht: ein abstraktes Gemälde oder eine erdige Landschaft? Makro- oder Mikrokosmos? Kunst oder Natur? Erst allmählich erschließen sich die Dimensionen, fast unmerklich schälen sich Reliefs, Strukturen und Details heraus, die eine vom Bergbau gezeichnete Topografie sichtbar werden lassen, bevor die darüber schwebende Kamera ohne erkennbaren Schnitt in einen Innenraum springt und das Publikum der Dunkelheit anheimgibt.
Aus animiertem dokumentarischem Foto- und Videomaterial unterschiedlicher Bergwerke generiert Claudia Larcher eine „neue“ Landschaft: die künstlerische Herangehensweise als Analogie zur montanistischen Methode – eine Verwandlung des Naturraums durch den Eingriff des Menschen und technischer Hilfsmittel.
(Katalogtext, mk) 

Regie: Claudia Larcher
Buch: Claudia Larcher
Kamera: Claudia Larcher
Schnitt: Claudia Larcher
Sounddesign: Claudia Larcher
Produzent/innen: Claudia Larcher
Produktion: Claudia Larcher