Diagonale
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Festival des österreichischen Films
18. – 23. März 2026, Graz

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Véronique
Innovatives Kino kurz, AT 2025, Schwarzweiß, 4 min., kein Dialog
Diagonale 2026

Regie: Friedl vom Gröller
Weitere Credits: Konzept und Realisation: Friedl vom Gröller
Produzent:innen: Friedl vom Gröller

 

In ihrer schwarzweißen, stummen 16mm-Miniatur porträtiert Friedl vom Gröller die Mitarbeiterinnen eines Pariser Friseur- und Schönheitssalons vor dessen endgültiger Schließung. Die Zeit wird festgehalten, während die Haare (ein letztes Mal) fallen. Das Frisieren lebt fort im Filmen.

In ihrer schwarzweißen, stummen 16mm-Miniatur porträtiert Friedl vom Gröller einen Pariser Friseur- und Schönheitssalon, der, wie wir am Ende feststellen, später geschlossen und entkernt wurde. Die analoge Kamera assoziiert sich eher mit Schere und Föhn im Vordergrund als mit den digitalen Smartphones, die im Hintergrund benutzt werden: Sie ist ein handwerkliches Gerät wie die Schere, das Filmen ein Handwerk wie das Haareschneiden. Vom Gröller hält Gesichter, Gesten und kleine Objekte fest sowie knappe Schriftzüge, die vom Ort und von seiner Umgebung erzählen: Da sind der Name der Besitzerin (Véronique), der Name der Stadt (auf einer Mülltonne) und, mit der Aufschrift „Masculin Féminin“, sogar ein Verweis auf einen Film von Godard. Die Mienen der Porträtierten sind nicht gerade fröhlich, aber ebenso „konkret“ wie alles andere, gefilmt in ihrem So-Sein. Die Haare fallen ein letztes Mal, aber die Zeit wird festgehalten: Das Frisieren lebt fort im Filmen. (Philipp Stadelmaier)

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