1 €, 3 €
Innovatives Kino kurz, AT 2025, Schwarzweiß, 5 min., kein Dialog
Diagonale 2026

Regie: Friedl vom Gröller
Kamera: Friedl vom Groeller
Produzent:innen: Friedl vom Gröller
Pavia in der Lombardei, April 2025. Friedl vom Gröller packt ihre 16mm-Kamera aus und filmt: erst eine Mauer, dann das Muster eines Hemdes, dann einen Markt für Kleider. Manche um 1 €, andere um 3 €. Es wird gewühlt, anprobiert, gestritten. Leben kann so einfach sein.
Pavia in der Lombardei, April 2025. Friedl vom Gröller packt ihre 16mm-Kamera aus und filmt: erst eine Mauer, dann das Muster eines Hemdes, dann einen Markt für gebrauchte Kleider. Manche um 1 €, andere um 3 €. Daher der Titel. Es wird gesucht, anprobiert, um Teile gestritten; die Gesten wiederholen sich. Das Wühlen der Hände in den Kleidern und das Wühlen der Kamera im Wirklichen; das Übereinanderlegen von Textilstücken durch Standbesucher:innen und das Übereinanderlegen von Realitätsschichten durch die Filmemacherin: Ist beides nicht dasselbe? Ja, unbedingt. Unteilbar dasselbe. Vom Gröllers Kino häuft Einsen und Dreien, konkrete Dinge und ungerade Elemente, die niemals symmetrisch und niemals teilbar sind (nur durch sich selbst). Es ist ein Kino des Günstigen und Robusten, des Gefundenen und Wiederverwendeten. Leben kann so einfach sein. (Philipp Stadelmaier)