Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

Rückblick Diagonale 2012

Im Zuge der 15. Diagonale in Graz (20. bis 25. März 2012) wurden 131 Filme und Videos gezeigt, davon 39 Uraufführungen und 15 Österreich-Premieren. Rund 100 Regisseur/innen waren anwesend:

Eröffnet wurde das Festival mit Spanien, dem Spielfilmdebut der Filmemacherin Anja Salomonowitz.
Wie immer fungierte das Festival als Ort der Begegnung und des Austausches von Filmbranche und Publikum. Neben vielen etablierten Namen präsentierten auch zahlreiche junge Filmschaffende ihre Arbeiten. Zu den Höhepunkten des Festivals zählte die international viel beachtete Personale Ferry Radax. Mit dem israelischen Dokumentarfilmemacher Avi Mograbi war einer der gegenwärtig wichtigsten Vertreter/innen des internationalen Autor/innenkinos in Graz zu Gast. Viel Publikumszuspruch fanden auch das Spezialprogramm Shooting Women II zu den weiblichen Spielformen des Dokumentarischen, das historische Special zu Charles Korvin sowie die mit Spannung erwartete Wiederaufführung von Michael Syneks Die toten Fische aus dem Jahr 1989.

Bei den diesjährigen Preisverleihungen wurden Filmpreise mit einem Gesamtwert von € 150.000 vergeben, darunter die mit je € 21.000 dotierten Großen Preise für den jeweils besten österreichischen Kinospielfilm bzw. Kinodokumentarfilm. Als bester österreichischer Kinospielfilm wurde Stillleben von Sebastian Meise ausgezeichnet, Richtung Nowa Huta von Dariusz Kowalski gewann den Großen Diagonale-Preis für Kinodokumentarfilm – bei beiden Filmen handelt es sich um Langfilmdebüts. Der Preis Innovatives Kino ging an Hypercrisis von Josef Dabernig.

Christine Ostermayer und Michael Fuith wurden mit den diesjährigen Diagonale-Schauspielpreisen, gestiftet von der BAWAG P.S.K. bzw. der VDFS, ausgezeichnet. Bereits bei der Eröffnung war Johannes Silberschneider mit dem Großen Diagonale-Schauspielpreis gewürdigt worden. Eine genaue Auflistung aller Diagonale-Filmpreise finden Sie hier.

Das Diagonale-Branchentreffen 2012 „Discussing Diversity in Independent Cinema“ fand bei den rund 200 teilnehmenden Fachbesucher/innen großen Anklang. In zahlreichen international besetzten Panels und Case Studies wurden unterschiedliche Perspektiven und Strategien der Filmförderung und -verwertung vor dem Hintergrund praktischer Erfahrungen diskutiert und weiterführende Aktivitäten in Österreich initiiert.

Auch abseits der Kinosäle – bei Diskussionen (in diesem Jahr mit einem Fokus auf Filmkritik bzw. unterschiedliche Positionen des Filmdiskurses) und Publikumsgesprächen, bei den Ausstellungen Avi Mograbi: Details und Sofie Thorsen: Schnitt A–A‘, bei zahlreichen Empfängen oder der Diagonale Nightline in der Grazer Postgarage – herrschte großer Andrang.