Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

Pressestimmen 2011

Die Diagonale 2011 brachte die entscheidenden Themenstellungen und Probleme des österreichischen Gegenwartskinos auf den Punkt. […] Es sind formal gewagte Arbeiten wie diese, die – im regulären Kinobetrieb zu Nischenexistenzen verurteilt – alljährlich das eigentliche Zentrum der Diagonale bilden: Allein fünf Experimentalfilmprogramme bot das Grazer Festival heuer wieder auf. Daneben wurde dem weltweit renommierten Avantgarde-Stilisten Peter Tscherkassky eine Personale ausgerichtet und die Kino-Einzelgängerin Linda Christanell mit neuem Buch und Filmpräsentation gewürdigt. All die analog und digital produzierten, sperrig und sinnlich inszenierten Laufbildwerke dieser Art sind nach wie vor das heimliche Herz des österreichischen Kinos. Die Diagonale macht sie en gros sichtbar, stellt ihre immense Bedeutung klar, die sich zwar in globaler Festivalpräsenz manifestiert, aber eben nicht in ausreichender Unterstützung durch die öffentliche Hand.

profil, Stefan Grissemann, 28.3.2011

 

Sensationen hat man heuer vermisst. Gut so, denn so ist Platz geblieben für ein Kino der leisen Zwischentöne, für dichte Erzählkunst, für berührende, beklemmende Inneneinsichten in Subkulturen, für drängende gesellschaftspolitische Fragen wie Migration, Gentrifikation, Zusammenleben – und für einen starken Frauenschwerpunkt. […] Der Boden, auf dem der heimische Film von morgen wächst, ist jung und eigenständig und erfolgreich. Dass sich die Intendantin Barbara Pichler so konsequent Neuem und dem Nachwuchs widmet, einen Kurzfilm-Preis einführt, und ihr Programm für erfrischende Nischen wie „Tricky Women“ öffnet, ist erfreulich und bitte unbedingt fortzusetzen. Fehlt nur noch der finanzielle Dünger.

Kleine Zeitung, Julia Schafferhofer, 27.3.2011

 

Und dann sind irgendwann alle Preise verliehen und man wundert sich, wie schnell die Tage vergangen sind, man ärgert sich über die Filme, die man verpasst hat und freut sich zugleich, diese noch nachholen zu können. Und man freut sich auf das nächste Jahr Diagonale, die heuer wieder bewiesen hat, dass das österreichische Kino mehr kann als misanthropische Monodramen (die wir zwar auch sehr schätzen, aber manchmal geht es eben auch anders). Nämlich einfach gute Filme drehen.

schnitt.de, Cornelis Hähnel, 29.3.2011

 

Auf der Grazer Diagonale, der jährlichen Leistungsschau des österreichischen Films, war Film- und Förderpolitik dieses Jahr nicht nur auf einer Podiumsdiskussion, sondern auch in vielen Gesprächen Thema. Währenddessen führte im Programm des Festivals eine Werkschau mit Filmen des österreichischen Experimentalfilmers Peter Tscherkassky auf das Schönste vor Augen, wie man mit geringen Fördermitteln sehr große Wirkung erzielen kann.

Die Tageszeitung, Sven von Reden, 29.3.2011

 

Frühlingserwachen = Diagonalezeit. Wie jedes Jahr trifft sich Österreichs Filmszene im März in Graz. Regisseure, Produzenten, Schauspieler, Verleiher, Journalisten und natürlich jede Menge filmbegeistertes Publikum. Auch das Interesse aus dem Ausland steigt beständig – und so ist die Diagonale für viele Nicht-Österreicher ebenfalls ein wichtiger Ort, um sich zu vernetzen.

Deadline Magazine, Florian Widegger, Ausgabe 27/2011

 

Die Begegnung mit Elfi Mikeschs frühen filmischen Arbeiten […] stellte die interessanteste Herausforderung dieses insgesamt sehr bekömmlichen Diagonale Jahrgangs dar. […] Die Diagonale hat mit den Vaterlosen einen würdigen Sieger – und kann gelassen ihrer weiteren Internationalisierung entgegenblicken.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Bert Rebhandl, 7.4.2011

 

Eine besonders gute Hand bewies Pichler bei der Wahl des Eröffnungsfilms, Nikolaus Geyrhalters Abendland, in dem der Dokumentarist mit einem ähnlichen Konzept wie bei Unser täglich Brot ein nächtliches Panorama Europas erstellt. Der betont offen gestaltete Film lässt viel Raum für eigene Assoziationen.

Der Standard, Dominik Kamalzadeh, 24.3.2011

 

„Die Kunst“, so Elfi Mikesch, „unterscheidet sich vom herkömmlichen Blick. Das ist äußerst notwendig in einer Gesellschaft, sonst würden wir immer dasselbe sehen.“ Diese Gefahr besteht bei der Diagonale jedenfalls nicht. Auch 2011 gibt es wieder interessante Einblicke in die facettenreiche österreichische Filmlandschaft.

3sat Kulturzeit, Martina Rényi, 22.3.2011

 

Ein Filmstill aus Sabine Derflingers Tag und Nacht ziert das diesjährige Diagonale-Plakat. Es strahlt Intimität aus, wirkt vertraut durch die Konstellation und sein Setting, gleichzeitig aber auch geheimnisvoll, und letztendlich doch irgendwie greifbar und faszinierend. Attribute, die sich ohne großen Aufwand auch auf die Qualitäten der Diagonale übertragen lassen können.

allesfilm.com, David Rams, 11.3.2011

 

Die Diagonale vermittelt interessierten Kinofreunden allein durch die regelmäßigen Diskussionen mit den Filmemachern im Anschluss an die Vorstellungen naturgemäß viel Hintergrundwissen. Aber auch die Diskussionen laden zu einer intensiven Beschäftigung mit der Materie.

Kronen Zeitung Steiermark, Martin Gasser, 24.3.2011

 

Die Diagonale hat unter Barbara Pichler ihr Selbstverständnis als diskursive Plattform und international gut besuchter Branchentreff gefestigt. Zugleich hat Pichler die Diagonale zu einem zeitgemäßen estivalmodell weiterentwickelt, Vermittlung wird ebenso geboten, wie, heuer zum ersten Mal, der Trend zur Ökologisierung aufgegriffen wird.

Tiroler Tageszeitung, Verena Teissl, 21.3.2011

 

Festivals bieten die Gelegenheit, Filme zu sehen, die man sonst nur selten, bestenfalls bei einem Special an ein, zwei Tagen im Jahr in Kinoprogrammen finden kann. Im Fall des österreichischen Experimentalfilms ist die Zahl öffentlicher Screenings äußerst prekär. International werden die heimischen Vertreter des Genres allerdings hoch geschätzt. Die Diagonale räumt dem Experimentalfilm fünf Programme à jeweils etwas mehr als einer Stunde ein. Nicht zu kurz kommt auch das kurze Format.

fm4.orf.at, Maria Motter, 11.3.2011

 

Barbara Pichler versteht es, die jährlich im März in Graz stattfindende Diagonale für Branche und Publikum gleichermaßen zugänglich zu halten und sie als Jour Fixe zu stärken.

Wiener Zeitung, Alexandra Zawia, 12.3.2011

 

Graz ist diese Woche wieder Filmhauptstadt Österreichs, ist doch das Filmfestival Diagonale gestern Abend feierlich eröffnet worden. Mit der Verleihung des Großen Diagonale-Schauspielpreises an Senta Berger gab es gleich zum Auftakt einen Höhepunkt.

ORF 2 Steiermark heute, Ilse Amenitsch, 23.3.2011

 

Festival der Vielfalt: Das diesjährige Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilmprogramm ist gut bestückt, doch auch abseits der Kinosäle hat die Diagonale wieder ein spannendes Programm zu bieten, etwa in zwei Ausstellungen.

ray FILMMAGAZIN, Roman Scheiber, März 2011

 

In ihrer positiven Festivalbilanz zeigte sich Intendantin Barbara Pichler entsprechend erfreut über „interessante lange Debüts“ und viele Auszeichnungen für weibliche Filmschaffende, wies aber auch auf Probleme hin. Im Fall der herausragenden Regisseurin und Kamerafrau Elfi Mikesch, die den Dokumentar-Kamerapreis für ihr Werner-Schroeter-Porträt Mondo Lux erhielt und mit einem Tribut geehrt wurde […], sei das Werk „am Verschwinden“, ein Teil nur noch auf Video vorhanden. Ein anderes Problem: Obwohl Pichler souverän auf Verdichtung des Programms setzt, ist die Fülle an Produktionen schwer zu bändigen.

Die Presse, Christoph Huber, 28.3.2011

Die Diagonale 2011 ist zu Ende und dem österreichischen Film geht es trotz akuter Finanznöte gut. Dem Dokumentarfilm und dem Experimentalfilm sogar sehr gut. Im Bereich Spielfilm fehlten heuer die großen Namen, die ganz großen Würfe. […] Kommerz, Klamauk, Abgesichertes dominierten, zum Glück bereicherten Talentproben das abgelaufene Spielfilmjahr. Eine von ihnen, das Langfilmdebüt Die Vaterlosen der jungen Grazerin Marie Kreutzer, räumte auf der Diagonale groß ab. Die Preisverleihung wurde zu einem Triumph der Regisseurinnen. Die Männerdominanz im Filmschaffen nimmt allmählich ab. Wurde ja auch Zeit.

Salzburger Nachrichten, Martin Behr, 28.3.2011

 

This year’s Diagonale (as well as earlier editions) presented a wide range of Austrian cinema, giving, from my point of view, another very significant impulse to Austrian avant-garde filmmaking.

Film a doba, Stanislav Ulver, Ausgabe 1/2011

 

Ein guter Jahrgang, mit einigen starken dokumentarischen Werken. […] Österreich hat einige liebenswert verrückte Regisseure, und die Diagonale bietet immer wieder einen Rahmen sich davon zu überzeugen.

Professional Production, Christine und Philippe Dériaz, Ausgabe 6–7/2011

 

Also Diagonale, die könnt’ das ganze Jahr sein.

Falter, 29.6.2011

 

In conclusion, one should perhaps add that the film culture of a smaller country may well appear attractive, drawing broad domestic and international attention, if it is, however, coherently and adequately presented in a place, endowed with an increased cultural and media sensitivity. I still hope that the key institutions and the people in charge here in Slovakia get to understand that as soon as possible.

filmpress.sk / Viliam Jablonický / 4.4.2011

 

Was uns in Graz freut: Festtage für Filmliebhaber. Ab Dienstag feiert man in Graz wieder die Diagonale, das Festival des österreichischen Films. Genau das Passende für Popcornfanatiker und Fans von guten Stoffen. Diagonale, wir kommen.

G7, Ausgabe 11/2011

 

Dass sich die Diagonale dem Thema „Digitale Revolution“annimmt und sich dabei auf den Vertrieb beschränkt, ist sowohl lobenswert als auch notwendig. Zu weit ist das Feld dieser Revolution, und zu zahlreich sind die Irrtümer.

media biz, Wolfgang Ritzberger, Ausgabe 166/2011

 

Schon die Eröffnung der Diagonale 2011 in der Helmut List-Halle ließ für alle anwesenden Filmfans keinen Wunsch offen. Festivalchefin Barbara Pichler erklärte das Festival mit einer Hommage an den Film für eröffnet. Besonderes Highlight des ersten Abends war der Auftritt der österreichischen Schauspielerin Senta Berger. Mit viel Glanz und Sympathie bekam sie den diesjährigen großen Diagonale-Schauspielpreis überreicht. Diese Auszeichnung setzt ein Zeichen für das weibliche Filmschaffen, welches damit ein wenig mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt wurde. […] Prädikat: sehr gelungen!

Woche, Ausgabe 12/2011

 

Die Personale ist dem österreichischen Avantgardefilmer Peter Tscherkassky gewidmet, der Große Schauspielpreis wird gleich zu Beginn des Festivals an Senta Berger verliehen. Eine kluge Entscheidung: Die große Filmdiva wird den nötigen Glamour nach Graz bringen.

Kurier, Susanne Lintl, 12.3.2011

 

Kurzweiliges zwischen Rap und Ruhe: Die Diagonale ist das Schaufenster für den österreichischen Film. In diesem Jahr (22. bis 27. März) überzeugten sowohl die Spiel- wie Dokumentarfilme in Graz.

Film & TV Kameramann, Philippe Dériaz, Ausgabe 5/2011

 

Die Förderungszustände in Österreich wirken sich auch auf den künstlerischen Output aus, was wiederum die Qualität der Diagonale beeinflusst.

Furche, Matthias Greuling, Ausgabe 13/2011

 

Der aktuelle österreichische Experimentalfilm, ach, wieder einfach herrlich.

reihesieben.de, Claudia Siefen, 30.3.2011

 

Die lauen Jännertage lassen schon erste Frühlingsgefühle zu. Bald wird man wieder seinen Kaffee im Freien trinken können. Und wenn die Stadt zugepflastert mit Plakaten ist und sehr viele, vor allem junge Leute mit Programmheften unterm Arm durch die Straßen strömen, weiß man in Graz: It‘ s Diagonale time!

Film, Sound & Media, Irene Schwingenschlögl, Ausgabe 1/2011

 

Als Festival des österreichischen Films ist die Diagonale vieles zugleich: für die Branche ein alljährlicher Treffpunkt, für Graz ein Bestandteil des Kulturkalenders, für Cinephile eine Fundgrube von Nebenreihen und für alle Interessierten eine Chance, Verschiebungen und Sensationen im heimischen Filmschaffen verdichtet zu erleben.

The Gap, Ausgabe 114/2011

 

Im neuen österreichischen Film finden sich stets politisch oder ästhetisch wagemutige Unternehmungen; manchmal kommt sogar beides zusammen. An streitbaren Arbeiten gab es auf der Diagonale 2011 keinen Mangel.

Film-Dienst, Ralf Schenk, Ausgabe 9/2011

 

Zum 14. Mal findet das österreichische Filmfestival Diagonale statt. Und wie immer passend zum aufkommenden Frühling präsentiert sich auch heuer wieder eine ungemein vielfältige und kraftvolle heimische Filmbranche.

Raiffeisenzeitung, Ulrich Ahamer, Ausgabe 11/2011

 

Grazer Filmfest macht mit einer Strategie für Umwelt und Nachhaltigkeit auf sich aufmerksam.

Medianet, 4.3.2011

 

Neben der gewohnten Werkschau des abgelaufenen Kinojahres, wird auch heuer wieder heimischen Filmen, die im regulären Kinobetrieb keinen Platz finden, eine Plattform geboten.

TBA, Andreas Kössl, Ausgabe 3/2011

 

Inhaltlich waren es vor allem Erstlingswerke, Filme von jungen Regisseuren, die das Programm dominierten und am Ende auch die Preise für sich verbuchen konnten.

Oberösterreichische Nachrichten, Julia Evers, 28.3.2011

 

Jedes Jahr im März steht Graz ganz im Zeichen des österreichischen Films. 500 Filme werden jährlich für die Diagonale eingereicht, daraus zimmert die Intendanz eine ansprechende Leistungsschau des heimischen Films.

Format, Michaela Knapp, 18.3.2011