Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

Pressestimmen 2009

Das fünftägige Grazer Festival des österreichischen Films ist ein vielschichtiges, dichtes Konstrukt: Ruhe und Konzentration aufs Wesentliche kann es brauchen. Barbara Pichler, die neue Intendantin der Diagonale, hat gut daran getan, ihr Programm schlanker zu gestalten, nicht zu überfrachten. Die immense Bandbreite des Austrokinos, von dem man im regulären Kinobetrieb keine Ahnung kriegen kann, wird dadurch nur noch deutlicher.

Stefan Grissemann, Profil (Wien, AT)

 

Konzentration benötigt ein geordnetes Ambiente, keine unnötigen Abschweifungen. Die neue Festivalleiterin Barbara Pichler verordnete der Diagonale eine Abschlankungskur […]. Die Bündelung war ein Erfolg. In einer angenehm gelassenen Atmosphäre verstrich das Festival vergangene Woche in Graz und fand zu einem neuen Selbstverständnis, das der friktionsreichen heimischen Filmszene gewiss nicht schaden wird. Eine Plattform für die Vielgestaltigkeit des Filmschaffens braucht schließlich auch ein stabiles Fundament.

Dominik Kamalzadeh/Isabella Reicher, Der Standard (Wien, AT)

 

Die neue Intendantin Barbara Pichler setzte überzeugende Akzente. […] Pichlers Bekenntnis zur Bedeutung der historischen Programme wurde von deren Qualität belegt – mit einer schlicht superben Schau zu Drehbuchbeiträgen der Wiener Exilantin Anna Gmeyner sowie Pionierarbeit zur Geschichte des heimischen Animationsfilms. […] Die Diagonale ist auch genau dazu da, um solche Entdeckungen zu machen.

Christoph Huber, Die Presse (Wien, AT)

 

Now in its eleventh year, Diagonale is the festival of Austrian film and attracts everybody who is somebody in Austrian film-making to the country’s second biggest city for five days. One can only agree with the new festival director Barbara Pichler, who, in a statement given during the official press conference, referred to 2008 as a particularly good year for Austrian cinema. […] Diagonale 2009 is particularly important to underscore and promote the potential of Austrian film. […] So, to make a long story short: if you ever planned on visiting one of Austria’s smaller cities, there might never be a better occasion to go to Graz than during the time it turns into the country’s buzzing film-making capital.

Daniel Kalt, Shift Magazine (Tokyo, JP)

 

Barbara Pichler hat in ihrem ersten Festivaljahr das Programm entschlackt und ihm wieder mehr Profil verliehen. Die diesjährige Auswahl belegte erneut, dass der österreichische Film gerade im Bereich der Filmavantgarde stark ist.

Sven von Reden, Die Tageszeitung (Berlin, DE)

 

Dass die Diagonale dem Experimentalfilmschaffen so viel Raum einräumt, ist verdienstvoll.

Michael Sennhauser, Schweizer Radio DRS 2 (Basel, CH)

 

Barbara Pichler steht für einen kommunikativen Führungsstil, der sich in der entspannten Atmosphäre des Festivals widerspiegelte.

Silvia Hallensleben, epd Film (Frankfurt/Main, DE)

 

Aber nicht nur der Abschluss auch das Festival als solches verlief weitgehend harmonisch. Das ist auch ein Verdienst von Neo-Intendantin Barbara Pichler, deren sympathisch-unprätentiöser Stil allseits auf Zuspruch stieß, die aber auch programmatisch nicht enttäuschte. Pichler hatte einen guten Filmjahrgang versprochen, ihr Versprechen hielt.

Herwig G. Höller, Falter (Wien, AT)

 

Anstatt hauptsächlich den permanenten Geldmangel zu beklagen, wurde das Filmschaffen präsentiert und diskutiert. Vor allem in den uraufgeführten Dokumentationen zeigte sich dabei wieder die Stärke des österreichischen Kinos, die Schauspiel-Preisträger Josef Hader in „Geschichten über ungewöhnliche Menschen“ konstatierte.

Julia Evers, Oberösterreichische Nachrichten (Linz, AT)

 

While film festivals get questioned more and more about their purpose on the contemporary film market, the Diagonale seems quiet sure about their benefit: to get an idea of the Austrian filmmaking and the essential establishment of the Austrian film production in a European context. Showcasing all genres, running times, narrative styles and production conditions (as they claim in their catalogue), it is nothing less than the debate of the Austrian film and to put this concern beyond the country’s frontiers. To iron out language difficulties has been one essential issue when watching Austrian productions, a problem eliminated now by English subtitling. The festival management was right to assume not every professional visitor masters the German language. This is a step in the right direction and a clear statement of self-confidence: no wailing anymore when it comes to the perception of the Austrian film industry abroad.

Claudia Siefen, Senses of Cinema (Melbourne, AU)

 

Als repräsentatives, kinematographisches Jahrbuch lässt das Programm der Diagonale den Zuschauer oftmals überrascht aufschauen, denn immer wieder entdeckt man etwas, das dem deutschen Film leider so oft abgeht: Mut.

Cornelis Hähnel, film.de (München, DE)

 

Nazidrama, Stadttragödie, Gesellschaftskomödie, Kabarettfilm, Horrorthriller, Krimigroteske, Stoner Comedy: die Diagonale 2009 beweist, was der österreichische Film alles drauf hat.

Markus Keuschnigg, fm4.orf.at (Wien, AT)

 

Barbara Pichler, die heuer erstmals am Diagonale-Ruder stand, setzte auf weniger Filme, aber mehr Kino. Gespräche und Spezialprogramme wurden forciert, die Orientierung im Festival-Dschungel wurde einfacher. Dass die neue Leiterin am strengen Intendanten-Prinzip festhielt und die Programmauswahl allein traf, sorgte wieder für Diskussionen. Gut so.

Andreas Prückler, Kleine Zeitung (Graz, AT)

 

Erstaunlich: ich habe nur sehenswerte Filme auf der Diagonale gesehen, darunter mehr als eine Handvoll Meisterwerke!

Horst-Dieter Sihler, Die Brücke (Klagenfurt, AT)

 

Insgesamt kann Intendantin Barbara Pichler zufrieden sein mit ihrer ersten Diagonale: Die Kinos waren – jedenfalls am Abend – immer voll, das Publikum wie bei der Viennale auch für komplexere Programme wie die Geschichtsschwerpunkte von Filmarchiv und Filmmuseum aufgeschlossen.

Susanne Lintl, Kurier (Wien, AT)

 

Die Qualität der heimischen Produktionen ist hoch, das Publikumsinteresse groß – viele Vorstellungen sind ausverkauft.

Matthias Greuling, Österreich (Wien, AT)

 

Die neue Intendantin Barbara Pichler präsentierte ein abgespecktes Programm und verbreitete gute Stimmung in Graz. Die Diagonale 2009 fand statt, war gut besucht, vergab eine Reihe Preise und verspricht auch im nächsten Jahr interessant zu werden.

Christine Dériaz, Professional Production (Hochheim, DE)

 

Die erfreuliche Anzahl an ausverkauften Vorstellungen und die sehr konstruktiven Gespräche nach den Filmen sind Zeugnisse dafür, dass sich die Diagonale, die Verantwortlichen und vor allem die Filmemacher selbst nicht in der Anonymität „des großen Festivals“ verstecken möchten: Die Diagonale ist ein Festival für Jedermann und genau dies sollte sie auch bleiben.

David Rams, allesfilm.com (Wien, AT)

 

Der Funke sprang über: Das Festival des österreichischen Films fand dieses Jahr wieder als Plattform für konstruktive Diskussionen statt.

Andrea Winklbauer, artmagazine.cc