Diagonale
Festival des österreichischen Films
28. März–2. April 2017, Graz

Das Preisgeld erhält der/die Regisseur/in des Films. In die Auswahl für den Preis Kurzdokumentarfilm kommen alle österreichischen Kurzdokumentarfilme* der Diagonale’16 mit einer Länge bis zu 55 Minuten.

Jury Kurzdokumentarfilm …

Diagonale-Preis Kurzdokumentarfilm

der Diözese Graz-Seckau

 

Bester Kurzdokumentarfilm:
Zuhause ist kein Ort von Clara Trischler

 

€ 4.000, gestiftet von der Diözese Graz-Seckau

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Zuhause ist kein Ort © Anna Hrabovec, Anton Hrabovec

Die Begründung der Jury:
„In der Auseinandersetzung mit der Geschichte ihrer Großeltern wirft Clara Trischler einen ungewöhnlichen Blick auf das allgegenwärtige Thema Flucht. Flucht, die nichts mit Armut zu tun hat, sondern mit dem Wunsch nach Freiheit und Entfaltungsmöglichkeiten für die nachfolgenden Generationen, die aber gleichzeitig ein Im-Stich-Lassen der Zuhausegebliebenen erzwingt. Im Umgang mit dem privaten Filmmaterial der Familie regt Zuhause ist kein Ort eine Auseinandersetzung mit dem erzählenden Medium Film an. Die Präsenz der Regisseurin im Film zeigt zugleich, wie die damalige Entscheidung zur Flucht in die Gegenwart hineinwirkt.“

 

 

Lobende Erwähnung: Eigensinn und Ansichtssachen von Miriam Raggam und Brigitta Freigassner

 

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Eigensinn und Ansichtssachen © Brigitta Freigassner, Miriam Raggam

Die Begründung der Jury: „Lobend erwähnen will die Jury einen Film, der den Finger auf eine Wunde legt, der definitiv noch Aufmerksamkeit gewidmet werden muss: die fehlende Bereitschaft einer Stadt, sich mit einem Teil seiner Geschichte auseinanderzusetzen. Der Film Eigensinn und Ansichtssachen setzt ihrer ausgelöschten jüdischen Bevölkerung und deren wenigen Unterstützerinnen ein notwendiges Denkmal.“