Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

Alternativer Kinostart #1

Diagonale und Filmarchiv Austria haben sich zusammengetan, um Festivalfilmen einen „alternativen Kinostart“ zu ermöglichen. Zum Auftakt der Reihe – und in Kooperation mit VIS Vienna Independent Shorts – steht die kurze filmische Form im Rampenlicht des METRO Kinokulturhaus.
 

Kurzfilmkinostart Programm 1
„Lasst uns träumen!“

Mutter von Mutter (Amina Handke)
Capital Cuba (Johann Lurf)
Josef – Täterprofil meines Vaters (Antoinette Zwirchmayr)
The Exquisite Corpus (Peter Tscherkassky)

• 26.05.2016 – 19:00, METRO Kinokulturhaus 69 min (im Anschluss Publikumsgespräch)
• 27.05.2016 – 18:00, METRO Kinokulturhaus 69 min
• 28.05.2016 – 18:00, METRO Kinokulturhaus 69 min
• 29.05.2016 – 18:00, METRO Kinokulturhaus 69 min
• 30.05.2016 – 18:00, METRO Kinokulturhaus 69 min
• 31.05.2016 – 18:00, METRO Kinokulturhaus 69 min

Die Erinnerung, lückenhaft. Die Gedanken, neugierig. Das Gefühl, sehnsüchtig. Etwa die Sehnsucht nach familiärer Wärme und gleichzeitig völliger Unabhängigkeit wie in Amina Handkes Familienarchäologie Mutter von Mutter. Oder der unbändige Wunsch nach einer besseren Zukunft wie in Antoinette Zwirchmayrs fragil-experimenteller und bei der Diagonale preisgekrönter Biografie Josef – Täterprofil meines Vaters. Streng rhythmisiert wird in Johann Lurfs Capital Cuba die Küste von Havanna zur nostalgischen Projektionsfläche, während sich am Strand von Peter Tscherkasskys The Exquisite Corpus eine ekstatisch-unbehagliche Traumlandschaft entfaltet – lückenhaft, neugierig und sinnlich. Vier aktuelle Arbeiten von vier stilprägenden FilmkünstlerInnen erfahren hier ihren gemeinsamen Kinostart. Lasst uns träumen!


 
 

Kurzfilmkinostart Programm 2
„Das Leben, eine Kunst“

Murl (Manuel Knoflach/Felix Sebastian Huber)
MARIA LASSNIG: Es ist die Kunst, jaja …
(Sepp Dreissinger/Heike Schäfer)

• 26.05.2016 – 21:00, METRO Kinokulturhaus 60 min (im Anschluss Publikumsgespräch)
• 27.05.2016 – 20:00, METRO Kinokulturhaus 60 min
• 28.05.2016 – 20:00, METRO Kinokulturhaus 60 min
• 29.05.2016 – 20:00, METRO Kinokulturhaus 60 min
• 30.05.2016 – 20:00, METRO Kinokulturhaus 60 min
• 31.05.2016 – 20:00, METRO Kinokulturhaus 60 min

Zwei Porträts. Zwei (Lebens-)KünstlerInnen wider die Konvention. Hier der Skater Murl, da die Ausnahmekünstlerin Maria Lassnig. Murl will seine Leidenschaft zum Beruf machen – unregelmäßige Jobs und finanzielle Instabilität zieht er der Sicherheit einer Nine-to-five-Arbeitsstelle vor. Trotz aller Hürden bleibt Murl seinen Idealen treu und korrespondiert in dieser Konsequenz ein Stück weit mit Maria Lassnig. Während sich ihre Arbeiten längst ins kulturelle Gedächtnis eingeschrieben haben, blieb ihr die weltweite Anerkennung bis kurz vor dem Tod verwehrt. Eindringlich und einfühlsam sorgen Sepp Dreissinger und Heike Schäfer mit ihrem Porträt dafür, dass die Person hinter den Bildern nicht in Vergessenheit gerät: Begegnungen und Gespräche mit Lassnig, FreundInnen und WegbegleiterInnen offenbaren eine vielschichtige Persönlichkeit – und einen jungen, rastlosen Geist. Zwei herrlich ungleiche Filme im Zweifel über Kunst und Leben – über das Leben als Kunst.

 

 

Capital Cuba_1_c_Johann Lurf

Josef Täterprofil meines Vaters_c Leena Koppe

Maria Lassnig_STILL_4_c_Sepp Dreissinger

Murl_5_c_c_Manuel Knoflach Felix S Huber