Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz
Trailer1

Diagonale-Trailer 2015 © Lukas Marxt

 

Installationen

■13. März – 26. Oktober, Kunsthaus Graz, Space02
Installation. Lukas Marxt: Captive Horizon
In der Ausstellung Landschaft in Bewegung. Filmische Ausblicke auf ein unbestimmtes Morgen
Öffnungszeiten: Di–So, 10.00–17.00 Uhr

Landschaft ist das Medium und das Material, mit dem der gebürtige Steirer Lukas Marxt seine filmischen Untersuchungen zur Zeitwahrnehmung tätigt. Immer wieder sind es einsame, gezeichnete, ewig anmutende Land- schaften, die als filmische Raum- und Zeitmesser fungieren. Sie legen sich wie Folien über innere Bilder der Landschaft und leben von einer surrealen Aufgeladenheit minimalis- tischer Leere. Marxt arbeitet mit der Faszination einer geheimnisvollen, eigenständigen Natur, sodass die Betrachter/innen zu unter- suchenden Beobachter/innen werden.
Seit 2009 sind zahlreiche Film- und Videoarbeiten entstanden, darunter preisgekrönte Kurzfilme wie Nella Fantasia (2012), Reign of Silence (2013) oder High Tide (2013), der auf der Diagonale 2014 mit dem Preis Innovatives Kino ausgezeichnet wurde.
Lukas Marxt zeichnet für den Festivaltrailer der Diagonale 2015 verantwortlich, und
seine mehrteilige installative Arbeit Captive Horizon ist in der Ausstellung „Landschaft in Bewegung. Filmische Ausblicke auf ein unbestimmtes Morgen“ im Kunsthaus Graz zu sehen. Am Beispiel wegweisender Arbeiten ab den 1960er-Jahren wird in dieser Ausstellung gezeigt, dass Landschaft ein Begriff ist, der im menschlichen Bewusstsein einem laufenden Wandel unterliegt. Der Film spielt dabei eine wesentliche Rolle – als Voraussetzung für das Erfassen einer Realität von Landschaft, aber auch als eine Art Katalysator, der diese Wahrnehmungsprozesse wesentlich beeinflusst. (Katrin Bucher Trantow)

 

17. – 22. März, Festivalzentrum Kunsthaus Graz
Stills: A Movie
von Linda Christanell
Konzept, Movie, Texte: Linda Christanell
Technik: Hubert Sielecki
2013/14 full HO 16: 9 1080 p, 9 min, Farbe, s/w , Ton
Öffnungszeiten: 10.00–18.00 Uhr, Festivalzentrum Kunsthaus Graz

Der Film besteht aus Fotosequenzen. Bei der Aufnahme wurde entweder die Kamera bewegt, oder auf performative Weise die Aufnahmeobjekte verändert. Im Ton hört man das synchrone und asynchrone Transportgeräusch eines Diaprojektors. Sich zufällig ergebende Materialgeräusche, werden als zweite Tonebene belassen.
Der Film „bewegt“ sich zwischen den Kadern. Der Ton sugeriert „Bewegung“ und der Text lässt Assoziationen zu Bild und Ton entstehen. Die story ist vieldeutig, die images sind real.
Ein filmisches, poetisches Experiment. (Linda Christanell)