Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

Filmprogramm | Spielplan | Regisseur/innen


Mittwoch, 29.03.
16:00 Uhr, Rechbauer

Ich lege mich selbst ein/Rollentausch

Spielfilm kurz, AT 2008, 4 min
Sammelprogramm: Zur Person Andi Winter: Kino

Dies war mein Bewerbungsfilm für die Filmakademie Wien im Bereich Bildtechnik & Kamera im Jahr 2008. Rückblickend lehrreich und verwirrend zugleich.

Kino, damit verbindet man große Säle, gewichtige Filme, „galante“ Premieren. Im konkreten Fall ist Kino aber der Titel eines Kurzfilmprogramms. Darin eine kleine Vorführkabine, vielleicht länger nicht gesehene Kinoexperimente, traurige Tropen, nein Wüsten, hoffentlich leichtfüßige Videos, ein Faraday’scher Käfig voller Narren, ein lustiges Begräbnis und ein aberwitziger Trailer. Weil Kino im Sinne des Vorführens bzw. der Aufnahme auch Materialität ist, versammelt das Programm eine Vielzahl von Filmformaten: MiniDV, 16mm, 35mm und DCPs (digitale Filmkopien). Zu all diesen Kurzfilmen habe ich beigetragen, mal mehr und mal weniger, und das verbindet diese Filme, das heißt „Kino“ in diesem Fall.
(Andi Winter)

Zur Person
Wer ist Andi Winter? Ein Phantom? Keineswegs. Mit Andi Winter widmet sich die Programmschiene „Zur Person“ einer Integrationsfigur aus der vermeintlich „zweiten Reihe“. Als Filmvorführer, Cutter, Color Grader, Schauspieler, Regisseur, Vernetzer, Kameramann und -assistent ist Winter an Produktionen unterschiedlicher Größe und Ausrichtung beteiligt. Zu behaupten, der österreichische Filmkosmos drehe sich nicht selten um integrative Multitalente wie Andi Winter, ist vor diesem Hintergrund beileibe nicht zu hoch gegriffen. „Zur Person’17“ – ein „Working Class“-Spotlight mit einem sehenswerten Querschnitt aus Spielfilmen, Musikvideos und experimentellen Arbeiten von, mit und rund um Andi Winter. 

Regie: Andi Winter
Kamera: Andi Winter
Schnitt: Andi Winter
Weitere Credits: Farben: Andi Winter