Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

Filmprogramm | Spielplan | Regisseur/innen


Freitag, 31.03.
13:30 Uhr, Rechbauer

Bunny Lake - Satellite Sky

Musikvideo, AT 2012, 5 min
Sammelprogramm: Zur Person Andi Winter im Gespräch: Film, Kino, Netzwerk

Die obligatorische Wirtshaustresenszene aus dem österreichischen Spielfilm der vergangenen Jahrzehnte wird belebt von einer Ansammlung von Nebenfiguren, die so wirken, als seien sie direkt aus einer amerikanischen Serie in diese Gaststätte gekommen.

Unter dem Titel „Freundinnen von Freunden von Freundinnen – Film, Kino, Netzwerk“ verschreibt sich ein Slot der Reihe “Zur Person” dem Netzwerkgedanken im österreichischen Filmschaffen bzw. der Frage, wie viele Räder ineinandergreifen, um einen Film zu realisieren. Als Ausgangspunkt des ausgedehnten Kinogesprächs dient der Thriller Blackstory (R: Stefan und Christoph Brunner, AT 2012), dessen Crew- und Besetzungsliste sich wie ein kleines Who-is-Who der gegenwärtigen Filmbranche liest und in Österreich zu Unrecht nur wenig Beachtung gefunden hat – trotz Auszeichnung für das beste unverfilmte Drehbuch auf dem Filmfestival der Filmakademie Wien 2007. Zuvor – quasi als programmatischer Opener – kollidiert ein österreichisches Musikvideo für die Band Bunny Lake mit seinem augenscheinlichen internationalen Vorbild. Nicht immer beschreiben die Menschen, oft auch die Bilder ein Netzwerk.

Zur Person
Wer ist Andi Winter? Ein Phantom? Keineswegs. Mit Andi Winter widmet sich die Programmschiene „Zur Person“ einer Integrationsfigur aus der vermeintlich „zweiten Reihe“. Als Filmvorführer, Cutter, Color Grader, Schauspieler, Regisseur, Vernetzer, Kameramann und -assistent ist Winter an Produktionen unterschiedlicher Größe und Ausrichtung beteiligt. Zu behaupten, der österreichische Filmkosmos drehe sich nicht selten um integrative Multitalente wie Andi Winter, ist vor diesem Hintergrund beileibe nicht zu hoch gegriffen. „Zur Person’17“ – ein „Working Class“-Spotlight mit einem sehenswerten Querschnitt aus Spielfilmen, Musikvideos und experimentellen Arbeiten von, mit und rund um Andi Winter. 

Regie: Richard Wilhelmer, Florian Pochlatko