Diagonale
Festival des österreichischen Films
19.–24. März 2019, Graz

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minor border
Dokumentarfilm kurz, AT 2015, Farbe, 25 min., OmeU
Diagonale 2015

Regie, Buch, Schnitt: Lisbeth Kovacic
Darsteller/innen: Stimmen: Arif Hussain, Adrienn Kiss, Hans-Paul Limbeck, Meena Miakhel, Sareeye Mohamed, Richard Pfann
Kamera: Lisbeth Kovacic, Juri Schaden
Originalton: noid, Oliver Brunbauer, Dieter Kovacic, Juri Schaden, Lisbeth Kovacic
Musik: Matija Schellander
Sounddesign: Oliver Brunbauer
Produzent/innen: Lisbeth Kovacic

 

Diagonale-Preis Kurzdokumentarfilm 2015

Ein Bagger demontiert einen Grenzübergang. Während sich im Bild die Balken biegen, entspinnt sich im Off ein Gedankenaustausch über die vermeintliche Bewegungsfreiheit in Zeiten von Schengen. Darüber, ob und inwiefern Demarkationslinien auch nach Abriss ihrer architektonischen Manifestationen fortbestehen. Eine subtile Ortserkundung im dokumentarischen Grenzland von Fakt und Emotion.
http://lisbeth.klingt.org

Katalogtext Diagonale 2015:
Auf dem Papier sind die Grenzkontrollen zwischen Österreich und Ungarn längst Geschichte. Die desolaten Schranken- und Zollanlagen werden abgebaut oder der Verwahrlosung überlassen. Während die Kamera diese Prozesse in den Fokus rückt, montiert Lisbeth Kovačič Interviews mit Anwohner/innen und Transitmigrant/innen zu einem inszenierten Gedankenaustausch über die vermeintliche Bewegungsfreiheit in Zeiten von Schengen. Darüber, ob Demarkationslinien nach Abriss ihrer architektonischen Manifestationen fortbestehen und warum viele Drittstaatsangehörige die EU weiterhin als Festung erleben – Grenzzaun hin oder her. „In Europa wird man nicht mit den Waffen getötet“, heißt es an einer Stelle, „hier sind es Stift und Papier.“ Eine subtile Ortserkundung im dokumentarischen Grenzland von Fakt und Emotion. (sh)