Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

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High Tide
Innovatives Kino kurz, AT/DE 2013, Farbe, 8 min.
Diagonale 2014

Regie, Buch, Kamera, Schnitt: Lukas Marxt
Produzent/innen: Lukas Marxt

 

Diagonale-Preis Innovatives Kino 2014
Bester innovativer Experimental-, Animations oder Kurzfilm


Ein Gebirgszug hinter unbändigen Wassermassen. Lukas Marxt lässt dem Publikum Zeit zu fokussieren – Zeit, sich des Kinoblicks im Allgemeinen gewahr zu werden –, bevor sich das Kameraauge löst und mit dem Strom zu einer Kreisfahrt ansetzt. Fortan gestalten sich die Wellen- und Kamerabewegungen als visuelles/physikalisches Paradoxon, wirkliche und filmische Realität sind nicht länger unterscheidbar. Alles eine Frage des Standpunkts.

www.sixpackfilm.com

Filmgespräch mit: Lukas Marxt

Katalogtext Diagonale 2014:

Zunächst ein statisches Kamerabild. Beinahe hypnotisch bleibt der Blick auf einen Gebirgszug von artifiziell glazialer Struktur gebannt, dessen Gipfel sich hinter einer dichten Wolkendecke verbergen. Davor: reißendes, unbändiges Gewässer. Lukas Marxt lässt dem Publikum Zeit, den Blick zu schärfen – Zeit, sich des Kinoblicks im Allgemeinen gewahr zu werden –, bevor sich das Kameraauge löst und mit dem Strom zu einer Kreisfahrt ansetzt. Wider Erwarten gestalten sich die folgenden Kamera- und Wellenbewegungen als visuelles, ja gar physikalisches Paradoxon, die wirkliche und die filmische Welt scheinen hybrid. „Dabei zieht der Film gedanklich eine Linie – vom Sujet der Landschaft in der Romantik zum kreisenden Blick der Panoramabesucher/ innen bis hin zum filmischen, Bewegung aufzeichnenden Bild“ (Alejandro Bachmann). Alles eine Frage des Standpunkts. (red)