Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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Victoria
Innovatives Kino kurz, AT/DE 2018, Farbe, 63 min., eOF
Diagonale 2019

Regie, Buch, Kamera, Schnitt: Lukas Marxt
Musik: Tyler Lewis
Sounddesign: Tyler Lewis
Produzent/innen: Lukas Marxt
Produktion: Lukas Marxt

 

Landschaftspanoramen, Flüge und Fahrten durch Ödland. Dazu Dialogfetzen in Schriftform. Die kalifornische Wüste in unendlicher Weite und Stille, ein leerer Echoraum. Ein PKW als Protagonist und lonesome rider. Victoria ist ein transzendentaler Trip durch ein fremdes wie vertrautes Nirgendwo, das ambivalente Gefühle evoziert – Assoziationen, die sich durch ikonische Filme für immer in diese Landschaft eingeschrieben haben.

Statische Panoramaaufnahmen, kontemplative Flüge und hypnotische Fahrten durch Ödland und pastellfarbene Hügelareale. Dazu ein suggeriertes Gespräch in Schriftform, Dialogfetzen, die sich im Lauf des Films wiederholen und nirgendwohin führen. Lukas Marxt entfaltet die südkalifornische Wüste in ihrer unendlichen Weite und Stille. Als leeren Echoraum, in dem nur das entfernte Rattern passierender Güterzüge oder die Fahrgeräusche des titelgebenden Ford Crown Victoria widerhallen. Grundiert von einem unbehaglichen, minimalistischen Score, gerinnt Victoria zum transzendentalen Trip durch ein fremdes wie vertrautes Nirgendwo, das vielschichtige Emotionen evoziert: existenzielle Unbehaustheit, Freiheit, Entfremdung, Gottesnähe, Gottverlassenheit – ambivalente Erfahrungen und Assoziationen, die sich durch ikonische Filme für immer in diese enigmatische, leere Landschaft eingeschrieben haben.
(Katalogtext, mk)