Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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Schwestern
Spielfilm kurz, AT 2019, Farbe, 19 min., OmeU
Diagonale 2019

Regie: Florian Moses Bayer
Buch: Samuel X. Deisenberger
Darsteller/innen: Nancy Mensah-Offei / Karoline Kucera / Michou Friesz
Kamera: Lukas Allmaier
Schnitt: Lukas Meissner
Originalton: Benedikt Palier, Jonas Haslauer
Musik: Voodoo Jürgens
Sounddesign: Benedikt Palier, Ken Rischard
Szenenbild: Rhea Tebbich
Kostüm: Monika Buttinger
Weitere Credits: Maskenbild Thomas Mayr Tonmischung Matthias Ermert
Produzent/innen: Clara König
Produktion: Clara König

 

Zum Begräbnis ihrer Mutter kehrt die Studentin Niah (Nancy Mensah-Offei) für einige Tage in die niederösterreichische Kleinstadt zurück, in der sie aufgewachsen ist. Eine Belastungsprobe für sie selbst genauso wie für ihre Schwester Anna, die dort lebt. Fein gespielt und lakonisch inszeniert, spürt Schwestern jener wortlosen, tiefen, aus vielen Erfahrungen zusammengesetzten Trauer nach, die jedem Abschied innewohnt.

Sobald es ging, zog Niah (Nancy Mensah-Offei) aus der Kleinstadt Zwettl zum Studieren nach Wien. Ihre ältere Schwester Anna (Karoline Kucera) dagegen blieb und heiratete im Ort. Viel hat die beiden nie verbunden, und als sie beim Begräbnis ihrer Mutter nach langer Zeit wieder aufeinandertreffen, hat sich ihre Verschiedenheit noch deutlicher manifestiert. Niah will Anna bei den Vorbereitungen für die Trauerfeier helfen. Doch die hat mit der Organisation schon begonnen und möchte sich nicht reinreden lassen. Zwischen den Schwestern beginnt ein absurdes Ringen um die Zuneigung der toten Mutter, besser gesagt um die Chance, ihre Liebe für sie zu demonstrieren. Ein lang aufgestauter Streit lässt zwischen Niah und Anna schließlich alle Dämme brechen. Vor allem für Niah erweist sich das als Chance. Sie muss ihren Frieden machen, auch mit diesem Ort.
(Katalogtext, az)