Diagonale
Festival des österreichischen Films
19.–24. März 2019, Graz

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Der Untergang des Alpenlandes
Spielfilm, AT 1974, Farbe, 30 min.
Diagonale 2018

Regie: Werner Pirchner, Christian Berger
Buch: Werner Pirchner
Darsteller/innen: Werner Pirchner, Dietmar Busarello, Helga Bücherl u. a
Kamera: Christian Berger
Schnitt: Ute Warta
Musik: Werner Pirchner

 

Werner Pirchner, Dieter Feichtner und noch einmal Werner Pirchner: Programm 1 aus dem ORF-Archiv zeigt eingangs einen überraschend aktuellen Kurzfilm Pirchners über staatliche Subventions- und Förderungspolitik, dann ein formal ambitioniertes Porträt des Salzburger Ausnahmemusikers und Komponisten Dieter Feichtner sowie Werner Pirchners legendär-virtuosen Rundumschlag auf auf Provinzialismus und Traditionalismus aus dem Jahre 1974.

Programm 1 aus dem ORF-Archiv zeigt einen überraschend aktuellen Kurzfilm Werner Pirchners über staatliche Subventions- und Förderungspolitik, ein Porträt des Musikers und Komponisten Dieter Feichtner sowie Pirchners Rundumschlag auf das Alpenland aus dem Jahr 1974.

„Sauberhalten, s’Land’l!“, ermahnt indes der Herrgott sein Schäflein Pirchner mit vom Himmel herabdröhnendem Rufen: Erhalten solle er das „Alpenland als sauberste(n) Fleck, von dem alle anderen Länder runterhängen wie von einem Tischtuch die Fransen“. Was mit einem Genesis-Dialog zwischen Gott und Pirchner in vermeintlich biblischer Strenge beginnt, gerät jedoch bald zur weit ausholenden wie amüsanten, jedoch nie plumpen Abrechnung mit dem traditionsgeplagten Alpenland und dessen Variationen im Genre Heimatfilm.
Der Untergang des Alpenlandes versammelt ausgehend von einem losen Handlungsbogen Auszüge aus Pirchners bahnbrechendem musikalischem Debüt „ein halbes doppelalbum“ (1973), „eine(r) Sammlung bizarrer Hörbilder gegen Klerus, Militär, Patrioten, Volkstümler und andere österreichische Versteinerungen“, so Ulrich Olshausen. Zur Premiere schäumten „nicht nur die Lokalpolitiker (…), die kritische Auseinandersetzung mit der Heimat löste einen regelrechten Skandal aus“.
(Katalogtext, Antonia Rahofer)