Diagonale
Festival des österreichischen Films
19.–24. März 2019, Graz

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FRAU MARIA UND DIE LIQUIDIERUNG DER STOFFHANDLUNG STASTNY
Dokumentarfilm kurz, AT 2018, Farbe, 25 min., OmeU
Diagonale 2018

Regie: Caspar Pfaundler
Musik: Jean-Frédéric Edelmann
Weitere Credits: Farbkorrektur: Ulrich Grimm Tonmischung: Axel Rab

 

Eine Komposition zärtlicher Blicke: auf Frau Maria, die die Aufösung des traditionsreichen Stoffhandels Stastny abwickelt, nach jahrelanger Verbundenheit als Verkäuferin. Caspar Pfaundler erzählt von dieser Frau als Zentrum eines Gewebes aus Geschichte(n), Erfahrungen, philosophischen Miniaturen, die sie anzieht, die ihr zugetragen werden, die sie selbst in die Welt hinausgibt.

Eine Komposition zärtlicher Blicke: auf Frau Maria, die die Auflösung des traditionsreichen Stoffhandels Stastny abwickelt, nach jahrelanger Verbundenheit als Verkäuferin. Caspar Pfaundler erzählt von dieser Frau als Zentrum eines Gewebes aus Geschichte(n), Erfahrungen, philosophischen Minia­turen, die sie anzieht, die ihr zugetragen werden, die sie selbst in die Welt hinausgibt. Inmitten von Hun­derten Stoffrollen, die zugleich Netz und Nest sind, weil sie Geborgenheit geben und Menschen ein­ fangen, ist Frau Maria die Verdichtung von Stil und Genauigkeit – in der Analyse der Welt wie im eigenen Arbeiten, das routiniert und erhaben zugleich wirkt. Während ein langjähriger Kunde sie einmal wie ein griechischer Chor kommentiert und jetzt schon nos­talgisch über den Erhalt dieser Räume, dieser Frau für die Nachwelt nachdenkt, hat der Film dies bereits getan – in einem Stil und einer dokumentarischen Genauigkeit, die Frau Maria und der Stoffhandlung gebührt.
(Katalog,ab)