Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

Hasenherz mit Mark Toscano
Farbe, 90 min.
Diagonale 2017

Regie:

 

Die nomadische Film- und Diskussionsreihe „Hasenherz“ zeigt die ausgewählten Filme zweimal. Nach dem ersten Screening haben die Betrachter/innen die Möglichkeit, mit dem Künstler/der Künstlerin das Gesehene zu diskutieren. Bei der Diagonale’17 wird der Filmemacher, Filmrestaurator und Kurator Mark Toscano (Academy Film Archive, L.A.) zu Gast sein und einen Überraschungsfilm aus seinem reichhaltigen Archiv vorstellen.

Seit 2012 veranstalten Ruth Anderwald + Leonhard Grond die Film- und Diskussionsreihe „Hasenherz oder die Lust am bewegten Bild und Wort“, die u.a. in der Kunsthalle Wien, im Kulturzentrum bei den Minoriten in Graz, in der Whitechapel Gallery in London und im CCA in Tel Aviv zu Gast war. Historisches Vorbild für „Hasenherz“ ist Arnold Schönbergs „Verein für musikalische Privataufführungen“, gegründet 1918 in Mödling mit dem Ziel, „Künstlern und Kunstfreunden eine wirkliche und genaue Kenntnis moderner Musik zu verschaffen“ (Alban Berg). Um den Einstieg in die oft als hermetisch empfundene Kunstform der zeitgenössischen Musik zu erleichtern, legte sich Schönbergs Verein verschiedene Regeln auf, darunter die Wiederholung der vorgestellten Werke. Ebenso wie dort die Musikstücke wiederholt wurden, stellt „Hasenherz“ die Filme zweimal vor. Nach dem ersten Screening haben die Betrachter/innen die Möglichkeit, mit dem Künstler/der Künstlerin das Gesehene zu diskutieren. Das gibt dem Publikum Zeit, sich der Arbeit ohne Vorwissen auszusetzen, und Gelegenheit, Fragen zu stellen, ohne sofort alles erfasst haben zu müssen, da die Arbeit ja danach nochmals gezeigt wird. „Hasenherz“ vermittelt aber auch die Erfahrung, dass die unvoreingenommene Auseinandersetzung mit einem Werk neue Perspektiven eröffnen kann, und möchte damit jenen zweiten Blick kultivieren, bei dem sich vieles noch einmal anders zeigen kann.
(Ruth Anderwald+Leonhard Grond)

Mark Toscano ist Filmemacher, Kurator und Filmrestaurator. Er arbeitet für das Academy Film Archive und ist spezialisiert auf die Erhaltung und Restauration von Experimentalfilmen. Toscano ist bekannt für seine Arbeit an den Filmen von Sta Brakhage, Les Blank, Penelope Spheeris und Chick Strand. Ursprünglich kommt er aus Connecticut, er lebt und arbeitet in Los Angeles. Toscano ist Teil der Wettbewerbsjury für Innovatives Kino.

Am 4. April 2017 findet in Kooperation mit dem Amerika-Haus und dem Österreichischen Filmmuseum die Paneldiskussion “Die globale Bedeutung des amerikanischen Avantgarde-Films” statt. Moderation: Alexander Horwath. Diskutanten: Bruce Jenkins, Mark Toscano. Ort: Amerika-Haus, Friedrich-Schmidt-Platz 2, 1010 Wien, 18.30 Uhr. Eintritt frei. Verpflichtende Anmeldung unter viennaprograms(at)state.gov.

Mit Unterstützung der US-Embassy Vienna.

In Kooperation mit dem Kunsthaus Graz.

In Referenz
Die Filme von „In Referenz“ sind der sprichwörtliche Kitt zwischen einzelnen Programmpunkten – keineswegs jedoch sind sie bloße Lückenfüller, vielmehr spannen die Filme der Reihe ein Netz zwischen dem Wettbewerb, der Schiene „Zur Person“ und dem filmhistorischen Spezialprogramm „1000 Takte Film“. Die Reihe „In Referenz“ greift wahlverwandte Themen auf, bringt sie in Verbindung zueinander und stößt Türen zu neuen Denkräumen auf.

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