Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

Preisträger Kurzdokumentar
Dokumentarfilm, 2017, Farbe, 30 min.
Diagonale 2017

Regie: Kristina Schranz
Buch: Kristina Schranz, Carina Zech
Kamera: Caroline Spreitzenbart
Schnitt: Sophie Oldenbourg
Ton: Marie Freund, Julia Nehls, Kristina Schranz, Carina Zech

 

Was bleibt, ist Leere – nachdem das Grenzdorf Spielfeld im Winter 2015 von Hunderttausenden Flüchtlingen durchquert wurde, ist der Normalzustand zurückgekehrt. Zäune, Zelte und ein ausgeklügeltes „Grenzmanagement-System“ warten auf neuen Andrang, der allerdings ausbleibt. Ein Film über einen Ort, der nach kurzer, fragwürdiger Berühmtheit längst wieder von der medialen Bildfläche verschwunden ist.

Als im Winter 2015 hunderttausende Flüchtlinge Spielfeld an der österreichisch-slowenischen Grenze passierten, wurde der Ort zum Sinnbild für die politische Überforderung mit der Flüchtlings- und Solidaritätskrise. Seit Schließung der Balkanroute kam hier kein Flüchtender mehr an – übrig geblieben sind ein lückenhafter Zaun, leere Zelte und ein noch ungenutztes „Grenzmanagement-System“.
Während der Normalzustand längst zurückgekehrt ist, halten die Eindrücke des letzten Jahres an. Unaufgeregt spürt Kristina Schranz der Ambivalenz des Transitorts nach und verortet die Auswirkungen geopolitischer Herausforderungen im dörflichen Alltag der Spielfelder Bewohner/innen – zwischen Raststättenbistro und Einfamilienidyll. Ein Film über ein polarisiertes und polarisierendes Grenzdorf, das nach kurzer, fragwürdiger Berühmtheit von der medialen Bildfläche verschwunden ist.
(Katalogtext, cw)

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