Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

Sevince
Spielfilm kurz, DE 2016, Farbe, 30 min., OmeU
Diagonale 2017

Regie, Buch, Schnitt, Szenenbild, Kostüm: Süheyla Schwenk
Darsteller/innen: Tanya Erartsin, Sascha Ö. Soydan, Ali Ekber, Zeynep Delibalta, Ercan Yasaroglu
Kamera: Florian Wurzer
Musik: Huzur Cicek
Produzent/innen: Süheyla Schwenk, Florian Wurzer
Produktion: dffb

 

Peri ist eine junge türkische Frau, die mit ihrem Mann Ali und ihrem Baby in einer kleinen Wohnung in Deutschland lebt. Ein patriarchisch dominierter Alltag nach streng religiösen Regeln. Doch Peri hat einen speziellen Weg gefunden, ein Stück weit auszubrechen, ein wenig Freiheit zu finden. Bis ihr Ali eröffnet, zurück in die Türkei zu gehen.

Von der ersten Szene an ist man direkt und unvermittelt Teil ihres von streng religiösen Regeln dominierten Alltags. Schnell wird man dadurch auch Mitgefangene/r. Wie in Echtzeit hält Süheyla Schwenk die Zuseher/innen in den Routineszenen von Peris offenbar immer gleichem Tagesablauf fest – zwischen Küche, Schlafzimmer sowie zeitlich und logistisch genau geregelten Besuchen bei Verwandten. Einmal sieht man Peri kurz gedankenverloren lächeln: die Ahnung eines mysteriösen Fluchtpunkts. Doch in der patriarchisch dominierten Sozialumgebung wird jeder noch so kleine Versuch, Freiheit zu erlangen, erstickt. Peri könnte sich entscheiden, „eine Wahl hat man immer“ – oder hat „Mann“ immer?
(Katalogtext, az)

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