Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

Du, meine konkrete Utopie
Dokumentarfilm kurz, AT 2016, Farbe, 10 min., OmeU
Diagonale 2017

Regie: Zara Pfeifer
Buch: Konzept & Realisation: Zara Pfeifer
Weitere Credits:
Tonmischung: Matthias Kassmannhuber

 

In einem filmischen Essay kombiniert Zara Pfeifer analoge Fotos und iPhone-Audiomitschnitte zu einem atmosphärischen Blick auf das in den 1970er-Jahren in Wien erbaute modernistische Wohnprojekt Alt-Erlaa und seine zahlreichen Freizeitclubs. Es ist eine eigene kleine Welt – eine bis heute gelebte Utopie aus Beton und Neonröhren, Geselligkeit und Freizeitspaß.

Ein Blick aus der U-Bahn-Station auf die charakteristischen Türme: Willkommen in Alt-Erlaa. Die in den 1970er-Jahren in Wien von Harry Glück entworfene modernistische Wohnanlage beherbergt rund 32 Freizeitvereine – in niedrigen, vor Tageslicht geschützten Räumen widmet man sich dem Modellbau, der Gymnastik oder dem Fotografieren. In Zara Pfeifers Fotofilm treffen mit einer Mittelformatkamera aufgenommene Fotografien auf iPhone-Audioaufnahmen. Es vermittelt sich eine regelrecht unheimliche Diskrepanz zwischen Bildern, die Bewegung im Stillstand festhalten – tanzende Paare, lachende Gesichter, sich dehnende Gliedmaßen –, und der davon abgetrennten Geräuschkulisse, die vom Leben in Alt-Erlaa erzählt. Es ist eine eigene kleine Welt – eine bis heute über weite Strecken intakte Utopie aus Beton und Neonröhren, Geselligkeit und Freizeitspaß.
(Katalogtext, cw)

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