Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

Stabat Mater
Innovatives Kino kurz, AT 2016, Schwarzweiß, 16 min., OmeU
Diagonale 2017

Regie, Buch, Schnitt: Josef Dabernig
Darsteller/innen: Otto Dabernig, Wolfgang Dabernig, Emma Gruber, Sabine Gruber, Kathrin Schulz, Laurence Schulz
Kamera: Christian Giesser
Musik: Christoph Herndler
Sounddesign: Michael Palm
Weitere Credits:
Text: Bruno Pellandini
Sprecher: Andreas Patton
Produzent/innen: Josef Dabernig, Badischer Kunstverein Karlsruhe, Kunsthalle Winterthur

 

Sprachlose Hotelgäste in der Nachsaison, schroffe Felsformationen einer kargen Insel: visuelle Erkundungen unwirtlicher Orte, die sich durch eine klagevolle Orgelkomposition und eine um Naturkatastrophen und persönlichen Verlust kreisende Erzählung zu Seelenlandschaften eines ort- und zeitlosen Individuums verdichten – zum kinematografischen Andachtsbild der schmerzerfüllten Mutter.

Existenzielle Kälte, Einsamkeit, Unbehaustheit innen wie außen: ein Hotel in der Nachsaison – sprachlose Gäste gefangen in Isolation, repetitiven Gesten, leerem Konsum und einer monumental-sakralen Fassadenarchitektur. Dagegengeschnitten eine karge Insel – schroffe Felsformationen, rissige Mauern, ausgespültes Gestein, das weite, raue Meer. Unterlegt mit Christoph Herndlers Orgel-Lamentoso und einer körperlosen, gedämpften Männerstimme, die Bruno Pellandinis um Verzweiflung, Wunder, Naturkatastrophen und persönlichen Verlust kreisende Erzählung vorträgt, verdichten sich die kontrastreichen Schwarz-Weiß-Bilder dieser unwirtlichen Kultur- und Naturräume zu Seelenlandschaften eines ort- und zeitlosen Individuums – zum kinematografischen Andachtsbild der schmerzerfüllten Mutter.
(Katalogtext, mk)

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