Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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Die Josef-Trilogie
Spielfilm, AT/IT/CA 1995-2004, Farbe+SW, 65 min., OmeU
Diagonale 2016

Regie, Buch: Thomas Woschitz
Darsteller/innen: Martin Honsel, Arthur Klemt, Gerhard Kubelka, Alessandro Piva, Jürgen Maurer, Philip Amann, Helmut Stockhammer, Ruthild Rieser, Hannes Pirker, Sarah Trampitsch, Sebastian Staudinger, Georg Pörtsch, Anton Malle, Lisa Godin, Catherine Beaudry, Gary E. Plummer, Kumar Manickam, Josie Boutillier, Morgan McKee, Linda McLean, Vanessa Perri, James Cox, Ralph J. Fournier
Kamera: Arnaldo Catinari, Arthur Cooper
Schnitt: Thomas Woschitz, Johannes Nakajima
Originalton: Thomas Herzog, Oliver Jerney, Joe Knauer, Benito Amaro
Musik: Oliver Welter, Stefan Deisenberger
Szenenbild: Gerhard Fresacher, Hermann Riessner
Kostüm: Cinzia Cioffi, Markus Kuscher, Michaela Haag
Produzent/innen: Gabriele Kranzelbinder
Produktion: KGP Kranzelbinder Gabriele Production

 

Die Josef-Trilogie erzählt die Geschichte der Holzhacker Josef, Josef, Josef, Josef und Josef. Ihr großer Traum ist Kanada, aber leider reicht es gerade einmal für einen alten Opel Rekord. Eine junge Bergbäuerin, die ihrem brutalen Vater entkommen möchte, überredet die fünf Josefs zu einem Coup, der misslingt. Sieben Jahre später schaffen sie es, den alten Kontinent zu verlassen. Aber die Neue Welt erweist sich als Schein und flimmert vor den Josefs ab wie die Soap-Operas auf den Motelzimmer-Fernsehgeräten.

Sechs Episoden von Autoschlüsseln, einer Flasche, einer Schraube, einer Nuss, einem Wörterbuch und einem Foto. Die fünf Josefs wollen dorthin reisen, wo es noch sehr viel Holz zu fällen gibt: nach Kanada. Aber da sie in ihren Taschen kein Geld finden, reicht es nicht für ein Ticket nach Übersee. Die Bäuerin Mira, die von sämtlichen Mitgliedern ihrer Familie gepiesackt wird, möchte mit den fünf Holzfällern nach Kanada reisen. Aber der Plan schlägt fehl, Mira kann ihrer nichtsnutzigen Familie nicht entkommen, und die fünf Josefs landen auf einer Polizeiwache. Nun sind die Josefs endlich abgereist in Richtung Neue Welt. Quer durch Kanada verfolgen vier von ihnen den abhanden gekommenen fünften und begegnen den verschiedensten Frauen, darunter auch zwei Stripperinnen, was sie schwer begeistert. Und außerdem gibt es in Kanada mehr Autos, als sie gedacht haben. Klar, dass es sich um ein kleines Roadmovie handelt. Die Josefs waren zunächst nur Randfiguren für eine Geschichte. Aber dann wandelten sie sich zu Hauptfiguren und haben sich so verselbstständigt, dass aus einem ersten Kurzfilm eine Trilogie wurde. (Thomas Woschitz)

(Der erste Film, den ich produziert habe,) war ein Kurzfilm von Thomas Woschitz mit dem Titel Tascheninhalt und Nasenbluten. Der Film hat 1995 den Würdigungspreis bei der Diagonale bekommen. Ein Jahr später entstand der nächste Kurzfilm, Blindgänger – nach ziemlich langer Zeit eine heimische Produktion, die es zum Festival nach Venedig schaffte. Das war, noch bevor der österreichische Film zum internationalen Höhenflug gestartet ist. (Gabriele Kranzelbinder, Der Standard-Interview)

Girls and Cars feierte seine Weltpremiere 2004 in Cannes, die komplette Josef-Trilogie wurde erstmals 2004 in Locarno gezeigt. (red)