Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

Ein Prozess. Das Protokoll.
Dokumentarfilm kurz, AT 2014, Farbe, 10 min., OmeU
Diagonale 2015

Regie, Buch, Kamera, Schnitt: Fiona Rukschcio
Produzent/innen: Fiona Rukschcio
Produktion: FFFR

 

Im Video verarbeitet Fiona Rukschcio den wahren Fall einer Vergewaltigung aus dem Jahr 1994. Während Offstimmen die protokollierten Aussagen vor Gericht wiedergeben, wird der Tatabend mit minimalistischen Skizzen und anonymisierten Fotografien nachgestellt. Rukschcios ästhetische Herangehensweise schließt dabei an ihre jahrelange Suche nach alternativen Bildern zum Thema Gewalt gegen Frauen an.
www.fiona-rukschcio.net

Katalogtext Diagonale 2015:
Wien 1994. Die Verhandlung einer Vergewaltigung. Der Angeklagte: „Es war geplant ein intimer Abend zu zweit.“ Die betroffene Frau dagegen: „Ich habe klargestellt, dass ich nicht mit ihm schlafen möchte.“ Während Offstimmen die protokollierten Aussagen wiedergeben, wird der Tatabend mit minimalistischen Skizzen und anonymisierten Fotografien nachgestellt. Die Rekonstruktion bleibt bruchstückhaft: Lässt sich die Erfahrung sexueller Gewalt – als fundamentale persönliche Grenzverletzung und Ausdruck eines gesellschaftlichen Machtverhältnisses – von der bürgerlichen Institution des Gerichts überhaupt nachvollziehen? Fiona Rukschcios ästhetische Herangehensweise schließt an ihre jahrelange Beschäftigung mit alternativen Bildern zum Thema Gewalt gegen Frauen an – und fügt sich in die Kritik an diesbezüglichen massenmedialen Bildpolitiken ein. (vy)

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